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Premiere im Gesundheitsamt des Kreises

Erster Medizinstudent absolviert Wahlfamulatur im Kreisgesundheitsamt

Bild vergrößern: Mehrere Menschen sitzen und stehen um einen jungen Mann © Kreis Mettmann
Medizin-Student Mirza Oruc (auf dem Stuhl in der Mitte) im Kreise des Gesundheitsamtsteams.

Kreis Mettmann. Novum im Kreisgesundheitsamt Mettmann: Mirza Oruc hat dort als erster Medizinstudent eine Wahlfamulatur im Bereich „Öffentliches Gesundheitswesen“ absolviert. Vier Wochen lang erhielt er Einblicke in die vielfältigen Aufgaben des Gesundheitsamtes und lernte unterschiedliche Arbeitsfelder des Öffentlichen Gesundheitsdienstes (ÖGD) kennen. Die Famulatur ist ein vierwöchiges Praktikum, das im Laufe des Studiums mehrfach vorgeschrieben ist.

„Dabei erhielt er durch unser multiprofessionelles Team Einblick in alle Fachabteilungen des Gesundheitsamtes und erlangte weitere Einblicke darüber hinaus“, erklärt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ruzica Susenburger-Lange. Ergänzt wurde die Zeit im Gesundheitsamt durch externe Hospitationen, unter anderem in der Lungenfachklinik Bethanien in Solingen sowie beim Amt für Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst des Kreises Mettmann. Begleitet wurde die Famulatur wissenschaftlich vom Institut für Medizinsoziologie der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf.

Für Mirza Oruc war die Zeit im Kreisgesundheitsamt nicht der erste Kontakt mit dem Öffentlichen Gesundheitsdienst. Bereits zuvor hatte er im Rahmen des einwöchigen Wahlpflichtfaches „Öffentliches Gesundheitswesen für Studierende der Human- und Zahnmedizin“ einen ersten Einblick in die Arbeit eines Gesundheitsamtes erhalten. Die anschließende Wahlfamulatur bot ihm nun die Möglichkeit, diese Erfahrungen zu vertiefen und den Arbeitsalltag über einen längeren Zeitraum kennenzulernen. „Die Famulatur im Kreisgesundheitsamt bietet die einzigartige Perspektive, Medizin nicht nur bezogen auf das Individuum, sondern auch auf die größere Kohorte der Bevölkerung zu betrachten. Die Arbeit stellt sich als breitgefächert dar und bietet verschiedenste Möglichkeiten, sich als Medizinerin oder Mediziner beruflich zu verwirklichen“, berichtet Mirza Oruc.

Unter der Anleitung erfahrener Mitarbeitender konnte der angehende Mediziner bereits erworbenes Fachwissen aus dem Studium anwenden und vertiefen und zugleich Kenntnisse erwerben, die nicht in klassischen Lehrbüchern abgebildet werden. „Es ist die Heterogenität der unterschiedlichen Berufsgruppen, die sich mit viel Hingabe der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger tagtäglich widmen, die das Kreisgesundheitsamt als verlässliche Säule des Gesundheitswesens auszeichnet“, sagt er.

„Wir freuen uns, mit der Wahlfamulatur einen Beitrag dazu leisten zu können, Studierenden die Aufgaben und Möglichkeiten im Öffentlichen Gesundheitsdienst näherzubringen und den ÖGD damit zu stärken“, erklärt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ruzica Susenburger-Lange. „Gerade angesichts der vielfältigen Herausforderungen für die Gesundheit der Bevölkerung ist es wichtig, frühzeitig Interesse für die Arbeit im ÖGD zu wecken.“


Drei Fragen an Mirza Oruc

Welche neuen Fähigkeiten haben Sie besonders aus Ihrer Famulatur mitgenommen?

Den Patienten als Mensch in einem größeren System mit unterschiedlichen Einflüssen zu betrachten.

Was würden Sie kommenden Famulanten im Kreisgesundheitsamt mit auf den Weg geben?

Es ist eine besondere Chance, Medizin in einem viel größeren Kontext zu betrachten. Man soll offen für die vielen spannenden Herausforderungen sein, die eine Famulatur im Kreisgesundheitsamt bietet, da man gestärkt und mit einem erweiterten Horizont als angehender Mediziner aus dieser herausgeht.

Was war das Highlight Ihrer Famulatur?

Das Team, die Arbeit vor Ort und mit den Menschen sowie der Gesundheitsausschuss. Die Teilnahme am Ausschuss als Gasthörer hat wunderbar gezeigt, wie gesundheitspolitische Entscheidungsfindung auf kommunaler Ebene zustande kommt. Hinter die Kulissen dieses Gremiums blicken zu dürfen hat mir ermöglicht, die enge Verzahnung der Arbeit im Gesundheitsamt mit der Umsetzung von Beschlüssen zum Schutz der Gesundheit der Bürgerinnen und Bürger hautnah mitzuerleben. Dies war eine Erfahrung, die man so im Studium normalerweise nicht geboten bekommt.

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