Wie Sie jetzt einen kühlen Kopf bewahren
Temperaturen bis zu 35 Grad im Kreis Mettmann
KREIS METTMANN. Der Sommer ist da und mit ihm Temperaturen über 30 Grad. Das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann warnt davor, diese Belastung für den Körper zu unterschätzen: „Besonders für ältere Menschen, chronisch Erkrankte, Schwangere, Kinder sowie Personen, die im Freien arbeiten, stellen hohe Temperaturen und häufigere Hitzewellen zunehmend eine gesundheitliche Belastung dar“, erklärt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ruzica Susenburger-Lange. „Hohe Außentemperaturen belasten das Herz-Kreislauf-System und können zu Flüssigkeitsmangel, Erschöpfung oder im Extremfall zu einem Hitzschlag führen.“ Gleichzeitig kühlen sich Gebäude während längerer Hitzephasen nachts oft weniger ab, sodass sich Innenräume zunehmend aufheizen. „Der Körper erhält dadurch weniger Erholungsphasen, was die gesundheitliche Belastung zusätzlich verstärkt“, erklärt die Gesundheitsamtsleiterin des Kreises weiter.
Der Deutsche Wetterdienst (DWD), Warnapps wie NINA oder KatWarn, aber auch Radio, Fernsehen, Wetterapps und weitere öffentliche Kanäle warnen frühzeitig vor Hitzephasen, sodass sich Bürgerinnen und Bürger darauf einstellen können. Das Gesundheitsamt und die Stabstelle Klimaschutz des Kreises Mettmann empfehlen, das eigene Verhalten an heißen Tagen bewusst anzupassen – und geben diese Tipps.
Zehn Tipps für heiße Tage
- Ausreichend trinken: Idealerweise Wasser oder ungesüßte Getränke. Vermeiden Sie zucker- und alkoholhaltige Getränke.
- Sport verlegen: Sportliche Betätigung möglichst in die kühlen Morgen- oder Abendstunden verlegen.
- Räume kühl halten: Innenräume tagsüber abdunkeln und nur in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden lüften.
- Leichte Kleidung: Leichte, helle und luftdurchlässige Kleidung tragen.
- Sonne meiden & schützen: Direkte Sonneneinstrahlung, insbesondere zur Mittagszeit, vermeiden und ausreichend Sonnenschutz auftragen (mindestens Lichtschutzfaktor 30+).
- Kühle Orte aufsuchen: Informieren Sie sich über kühle Orte in Ihrer Nähe.
- Sicherheit im Auto: Lassen Sie Kinder und Tiere niemals im Auto. Selbst leicht geöffnete Fenster verhindern keine Überhitzung.
- Leichte Kost: Nehmen Sie möglichst nur leichte Kost zu sich (z. B. Obst & Gemüse), verteilt auf mehrere Mahlzeiten.
- Gefährdete Personen im Blick haben: Achten Sie auf ältere, kranke oder alleinlebende Menschen in Ihrem Umfeld.
- Nehmen Sie Warnzeichen ernst: Ein Hitzschlag kann eine lebensbedrohliche Reaktion des Körpers auf hohe Außentemperaturen darstellen. Typische Symptome hierbei sind: Bewusstseinsstörung, plötzliche Verwirrtheit, starke Kopfschmerzen, Bewusstlosigkeit, eine sehr hohe Körpertemperatur (über 39 Grad) sowie Übelkeit und Erbrechen. „In diesem Notfall alarmieren Sie umgehend den Rettungsdienst über die Notrufnummer 112“, erklärt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ruzica Susenburger-Lange. „Bringen Sie die betroffene Person und sich selbst sofort aus der Sonne an einen schattigen und kühlen Ort. Leisten Sie soweit möglich Erste Hilfe bis zum Eintreffen der Rettungskräfte!“
Weitere Informationen zum Thema Hitzeschutz gibt es auf der Homepage des Kreises Mettmann unter Hitzeschutz im Kreis Mettmann / Kreisverwaltung Mettmann.
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