Studie belegt hohe Lebensqualität im Kreis
IW Köln erhebt Daten zur sogenannten Daseinsvorsorge
KREIS METTMANN. „Sehr gut“ – so lautet die Note, die ausnahmslos alle Städte im Kreis Mettmann bei einer gerade erst veröffentlichten Studie des Instituts der Deutschen Wirtschaft Köln (IW) erhalten haben. Die Forscherinnen und Forscher haben sich in dem Gutachten mit der Daseinsvorsorge beschäftigt – dahinter verbirgt sich die staatliche Aufgabe, die Lebensgrundlage der Bevölkerung sicherzustellen. Dazu gehören die Versorgung mit Energie, Wasser, die Müllentsorgung, öffentliche Nahverkehr, digitale Infrastruktur, Schwimmbäder, Bildungseinrichtungen und vieles mehr. Rund 11.000 Gemeinden in ganz Deutschland hat das IW-Team unter die Lupe genommen und außerdem Bürgerinnen und Bürger in den Regionen befragt. Die Städte im Kreis Mettmann nehmen dabei Plätze zwischen 1589 und 311 ein. Eine Kommune belegt in einem Teilgebiet bundesweit sogar Rang 1.
„Diese Studie ist eine großartige Bestätigung für die engagierte Arbeit unserer Städte, Gemeinden und der Kreisverwaltung“, sagt Landrätin Dr. Bettina Warnecke. Auf den Lorbeeren ausruhen kommt für sie aber nicht infrage: „Die Studie macht klar, dass wir weiterhin in unsere Infrastruktur, unsere Schulen und die medizinische Versorgung investieren müssen, um die hohe Lebensqualität im Kreis Mettmann auch für die Zukunft zu sichern. Besonders in Zeiten des demografischen Wandels und der digitalen Transformation sind das wichtige Aufgaben, denen wir uns stellen.“
Die Studie „Geographien der Unzufriedenheit – Daseinsvorsorge“ basiert auf 17 Indikatoren aus den Bereichen Digitalisierung, Gesundheit, Mobilität, Freizeit und Bildung. „Erstmals verknüpft eine solche Untersuchung eine aktuelle, kleinräumige und umfassende Datenbasis zu den Versorgungslagen auf Ebene von über 10.941 Gemeinden mit einer geokodierten Personenbefragung“, erklären die Autorinnen und Autoren. Dabei kam heraus: Die Mehrheit der Menschen (53,2 Prozent) in Deutschland sei mit der Daseinsvorsorge im eigenen Umfeld zufrieden. Dabei zeigt sich ein Unterschied zwischen urbanen Umfeldern (55,2 Prozent Zufriedenheit) und ländlichen Räumen (45,1 Prozent Zufriedenheit).
Die Platzierungen der kreisangehörigen Städte: Erkrath (bundesweit Rang 311), Hilden (353), Haan (360), Velbert (402), Langenfeld (492) Mettmann (627), Ratingen (628), Wülfrath (846), Monheim (910 – im Bereich „Digital“ jedoch bundesweit Spitzenreiter), Heiligenhaus (1.589). Gesamtrang 1 belegt übrigens die Gemeinde Haar im Landkreis München, die Hauptstadt Berlin kommt auf Platz 6. Bonn folgt als erste NRW-Stadt auf Rang 12. Das Schlusslicht ist Hirschthal im Kreis Südwestpfalz.
Die komplette Studie gibt es hier: Geographien der Unzufriedenheit - Daseinsvorsorge - Institut der deutschen Wirtschaft (IW)
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