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Kompostieren - aber richtig

Zum Tag der Biotonne am 26. Mai

Bild vergrößern: Am 26. Mai ist Tag der Biotonne. © Kreis Mettmann
Am 26. Mai ist Tag der Biotonne.

KREIS METTMANN. Kartoffelschalen, Rasenschnitt und Kaffeesatz sind kein Müll, sondern wertvolle Rohstoffe: Richtig getrennt wird daraus Kompost, der Böden stärkt und Ressourcen schont. Beatrice Waldapfel, Abfallberaterin des Kreises Mettmann, wirbt vor dem Tag der Biotonne am 26. Mai dafür, sauberen Bioabfall in der Biotonne zu sammeln: „Aus dem Abfall in der Biotonne wird gesunder Kompost, der im Garten genutzt werden kann. So bleibt der natürliche Kreislauf erhalten.“ Dabei gibt es jedoch ein paar Punkte zu beachten.

Was darf in die Biotonne?

In der Biotonne dürfen aus der Küche Eier‑, Gemüse‑, Nuss‑ und Obstschalen, Bananen‑ und Zitrusschalen sowie Kaffeesatz und Teebeutel aus Papier – allerdings ohne Etikett und Metallklammer entsorgt werden. Aus dem Garten gehören Blumenerde, Pflanzenreste, Baum‑, Hecken‑ und Strauchschnitt, Topf‑ und Beetpflanzen (mit Wurzelballen, aber ohne Topf) sowie Moos, Rasenschnitt und Wildkräuter in die Biotonne.

Was gehört nicht in die Biotonne?

Gekochte Lebensmittel dürfen nicht in die Biotonne, weil sie Schädlinge anziehen und den Kompostierungsprozess stören können. Kleintierstreu mit Kot gehört nicht in die Biotonne, da es Krankheitserreger enthalten kann. Plastikgegenstände wie Tüten, Kaffeekapseln oder andere Kunststoffteile dürfen nicht hinein, weil sie sich nicht zersetzen.

Verpackungen gehören nicht in die Biotonne, auch dann nicht, wenn „kompostierbar“ darauf steht. Einweg‑Geschirr darf nicht über die Biotonne entsorgt werden. Bauschutt wie Pflanzgefäße oder Pflastersteine sowie Asche sind ebenfalls ausgeschlossen. Hygieneartikel, Staubsaugerbeutel und Straßenkehricht dürfen nicht in die Biotonne. Zigarettenreste gehören ebenfalls nicht hinein.

Wie sammle ich meinen Bioabfall?

Bioabfälle aus der Küche lassen sich gut in einer (alten) Schüssel oder einem (alten) Kochtopf mit Deckel und einer reinen Papiertüte oder Zeitungspapier sammeln. Feuchte Bioabfälle können in Küchenpapier eingeschlagen werden. Je trockener und kühler Bioabfall gelagert wird, desto weniger riecht er. Beschichtetes Papier und Werbeblätter sowie Magazine eignen sich nicht für die Sammlung von Bioabfall, da sie Kunst- und Farbstoff enthalten. Das Sammelgefäß aus der Küche sollte regelmäßig in die Biotonne entleert werden – so kann Gerüchen und Fruchtfliegen vorgebeugt werden.

Warum dürfen keine kompostierbaren Plastikbeutel in die Biotonne?

Auch wenn auf den Plastiktüten „kompostierbar“ steht und ein Keimling-Symbol abgedruckt ist, dürfen diese Beutel im Kreis Mettmann nicht in die Biotonne gegeben werden. Die kompostierbaren Plastikbeutel brauchen in der Regel mehrere Wochen bis zu einigen Monaten, um vollständig zersetzt zu werden. Diese Zeit wird in der Kompostierungsanlage nicht erreicht: Die Kunststoffe bleiben im Kompost, verschlechtern die Kompostqualität und werden in der Umwelt verteilt.

Jeder kann mithelfen

„Jeder kann mitmachen und seinen Biomüll trennen. Bioabfälle sollten frei von Fremdstoffen gesammelt werden, damit der daraus gewonnene Kompost die Struktur, Humusversorgung, Wasserhaltefähigkeit und Belastbarkeit von Böden verbessern kann. Durch den Einsatz von Kompost wird zudem der klimaschädliche Gebrauch von Mineraldüngern und Torf reduziert“, betont Beatrice Waldapfel.

Die Abgabestellen für Kompost im Kreis Mettmann finden sich auf der Seite des Kreises Übersichtskarte der Abgabestellen im Kreis Mettmann / Kreisverwaltung Mettmann (PDF-Datei).

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