Inhalt

Kreisgesundheitsamt macht auf ME/CFS aufmerksam

Millionen Betroffene – Awareness Day am 12. Mai

Bild vergrößern: Viele Betroffene sind eingeschränkt bis dauerhaft arbeitsunfähig, ein erheblicher Teil von ihnen sogar bettgebunden. © Pixabay
Viele Betroffene sind eingeschränkt bis dauerhaft arbeitsunfähig, ein erheblicher Teil von ihnen sogar bettgebunden.

KREIS METTMANN. Anlässlich des weltweiten ME/CFS Awareness Day am 12. Mai macht das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann auf die Situation von Menschen aufmerksam, die an Myalgischer Enzephalomyelitis / Chronischem Fatigue Syndrom (ME/CFS) leiden. „Diese schwere Erkrankung betrifft Millionen Menschen, auch in Deutschland. Dennoch ist sie unzureichend untersucht und gesamtgesellschaftlich wenig bekannt“, erklärt Gesundheitsamtsleiterin Dr. Ruzica Susenburger-Lange.

Medizinisch zählt ME/CFS zu den komplexen Multisystemerkrankungen, deren Hauptmerkmal die Post-Exertional Malaise (kurz PEM) ist: eine drastische Verschlechterung des Gesundheitszustandes nach bereits geringer körperlicher und/oder mentaler Belastung. „Viele Betroffene sind daher eingeschränkt bis dauerhaft arbeitsunfähig, ein erheblicher Teil von ihnen sogar bettgebunden“, erklärt Dr. Ruzica Susenburger-Lange. Neueren wissenschaftlichen Studien zufolge stellen virale Infektionskrankheiten wie zum Beispiel das Pfeiffersche Drüsenfieber, die Influenza, COVID-19 sowie Herpesvirus- und Enterovirusinfektionen Auslöser dar, seltener auch bakterielle Infekte. Infolgedessen kommt es zu einer Fehlregulierung des Immunsystems und massiven Beeinträchtigungen von Nerven- und Gefäßsystem. Deshalb wird ME/CFS auch als „neuroimmunologisch“ bezeichnet.

Trotz wachsender wissenschaftlicher Erkenntnisse fehlt es vielerorts an spezialisierten Anlaufstellen, geeigneter Diagnostik und evidenzbasierten Therapien. Der Awareness Day soll dazu beitragen, diese Lücke zu schließen und für die Situation Erkrankter zu sensibilisieren.

Weitere Informationen hierzu finden Sie auf der Homepage der Deutschen Gesellschaft für ME/CFS unter Information zu ME/CFS und beim Bundesgesundheitsministerium unter Chronisches Fatigue-Syndrom (ME/CFS).

Herausgeber

Logo KME_hoch_transparent
Pressestelle des Kreises Mettmann

Telefon: 02104 99-1074
Telefax: 02104 73855
E-Mail: presse@kreis-mettmann.de