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Cool bleiben an Hitzetagen

Gesundheitsamt gibt Kitas Impulse in Online-Weiterbildung

Bild vergrößern: Tanja van Kampen, Denise Leuchter-Grüne und Heide Förster vom Kreisgesundheitsamt © Kreis Mettmann
Tanja van Kampen, Denise Leuchter-Grüne und Heide Förster vom Kreisgesundheitsamt

KREIS METTMANN. Steigende Temperaturen und immer häufigere Hitzetage stellen Kindertageseinrichtungen vor wachsende Herausforderungen. Besonders Kinder im Alter von einem bis sechs Jahren reagieren empfindlich auf Hitze und benötigen verlässliche Schutzmaßnahmen. Um pädagogische Fachkräfte gezielt zu unterstützen, hat das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann die kostenlose Online-Weiterbildung „Cool bleiben – mit Kita-Kindern sicher durch heiße Tage“ zu den gesundheitlichen Auswirkungen von Hitze und Klimawandel durchgeführt. Mit 46 Teilnehmenden fand das Angebot große Resonanz und unterstreicht den hohen Bedarf an praxisnaher Prävention.
Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen Erkenntnisse zur besonderen gesundheitlichen Vulnerabilität von Kindern bei Hitze. Tanja von Kampen, Kinderärztin der Frühen gesundheitlichen Hilfen im Kreisgesundheitsamt, machte in ihrem Vortrag deutlich: „Kinder sind keine kleinen Erwachsenen. Sie brauchen mehr Schutz. Aufgrund ihrer dünneren Haut, ihres höheren Flüssigkeitsbedarfs und ihrer weniger effizienten Wärmeregulierung steigt ihr Risiko für Überhitzung und hitzebedingte Beschwerden deutlich.“
Ein Schwerpunkt lag auf alltagsnahen Schutzmaßnahmen, die sich unmittelbar im Kita-Alltag umsetzen lassen. Dazu zählen durchdachte Trink- und Schattenkonzepte, hitzeangepasste Tagesabläufe, Hinweise zur sicheren Nutzung von Außenflächen an heißen Tagen sowie eine verlässliche Absprache mit Eltern zum Thema Haut- und Sonnenschutz.
Darüber hinaus wurden Impulse zur Klimabildung vermittelt: Wie können Kinder altersgerecht an Themen wie Hitze, Wetterextreme und Klimawandel herangeführt werden? Welche Rolle spielen dabei Beobachtungen im Alltag, kleine Experimente oder Gespräche über Naturphänomene? Ergänzend wurden Möglichkeiten aufgezeigt, wie Kitas selbst einen Beitrag zum Klimaschutz leisten können – etwa durch bewusste Ressourcennutzung oder die Einbindung nachhaltiger Routinen.
Mit dieser Weiterbildung setzt das Gesundheitsamt ein deutliches Zeichen für die Bedeutung frühzeitiger Prävention. Ziel ist es, Kitas dabei zu unterstützen, sich gut auf steigende Temperaturen vorzubereiten und die Gesundheit der jüngsten Mitglieder unserer Gesellschaft nachhaltig zu schützen. Weitere Informationen sind bei Denise Leuchter-Grüne vom Kreisgesundheitsamt Mettmann unter Telefon 02104 99-2298 oder per E-Mail an lott-jonn@kreis-mettmann.de sowie auf der Seite des Kreises www.kreis-mettmann.de unter dem Suchbegriff „Lott jonn“ erhältlich.

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07.05.2026