Einsamkeit und soziale Isolation
Sowohl Einsamkeit als auch soziale Isolation können schwerwiegende Folgen für die Lebensqualität und die Gesundheit älterer Menschen haben. Die beiden Begriffe werden im alltäglichen Sprachgebrauch oft synonym verwendet, haben aber unterschiedliche Bedeutungen:
- Soziale Isolation bezeichnet den Zustand, in dem eine Person objektiv wenige soziale Kontakte hat und kein Austausch mit anderen Menschen stattfindet.
- Einsamkeit hingegen beschreibt das subjektive Gefühl, niemanden zu haben, dem man sich anvertrauen kann. Einsamkeit kann auch auftreten, wenn sich eine Person in Gesellschaft befindet, aber ihre Kontakte als oberflächlich wahrnimmt und sich eine tiefere emotionale Bindung wünscht.
Nicht jeder, der oft allein ist, fühlt sich einsam. Allerdings lässt sich beobachten, dass sich besonders im höheren Alter, wenn sich das Leben verändert – sei es durch den Verlust des Partners oder gesundheitliche Einschränkungen – häufiger das Gefühl von Einsamkeit entwickelt. Auch pflegende Angehörige, die körperlich gesund sind, leiden oft unter Einsamkeit.
Einsamkeit und soziale Isolation lassen sich durch niedrigschwellige Angebote vor Ort lindern. In der Therapie haben sich psychotherapeutische Angebote sowie Internet- oder App-basierte Therapien als wirksam erwiesen.