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Delir

Ein Delir ist durch eine Störung der Aufmerksamkeit und der Bewusstseinslage gekennzeichnet. Im Gegensatz zu einer Demenz entwickelt es sich nicht schleichend und kontinuierlich, sondern plötzlich beginnend und fluktuierend. Betroffene leiden schlagartig unter verschiedenen Symptomen, die das Gehirn, aber auch den Körper betreffen können. Dazu zählen eine akut auftretende Aufmerksamkeitsstörung und Bewusstseinstrübung, wobei zahlreiche weitere unspezifische Symptome fluktuierend hinzutreten können, wie optische Halluzinationen und Wahneinfälle sowie Denkstörungen. Hinzu können vegetative Symptome, Rastlosigkeit und vermehrte Impulsivität kommen.

Ein Delir tritt überwiegend in Verbindung mit internistischen, neurologischen und psychiatrischen Erkrankungen auf und kann sogar in einen lebensbedrohlichen Zustand übergehen.

Risikofaktoren sind das Alter sowie vorbestehende Hirnschädigungen. Weiter risikoerhöhend sind chronische Organinsuffizienzen, akute Auslöser können Infektionen, Medikamente oder Narkosen nach einem operativen Eingriff sein.