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Angsterkrankungen

Angst zählt zu den grundlegenden Emotionen des Menschen, ist lebensnotwendig und trägt zur Auseinandersetzung mit der Umwelt bei. Der Begriff der Angststörungen umfasst eine Gruppe von psychischen Erkrankungen, bei denen eine übertriebene und der Situation nicht angemessene Reaktion auftritt. Eine äußere Bedrohung kann völlig fehlen oder aber eher harmlos sein.

Auch im Alter spielt Angst immer wieder eine Rolle: Was passiert, wenn ich krank und pflegebedürftig werde?  Was passiert, wenn ich mich nicht mehr selbst versorgen kann? Diese Sorgen sind berechtigt, und es gibt keine einfachen Antworten. Wenn sich daraus eine Angsterkrankung entwickelt, beeinträchtigt diese die Lebensqualität.

Vorherrschende Angststörung im Alter ist die generalisierte Angststörung, ebenso spielen organbezogene Phobien eine Rolle. Ängste können auch im Rahmen von körperlichen Grunderkrankungen auftreten, z.B. bei Hirnerkrankungen.

Die generalisierte Angststörung im Alter fällt häufig mit einer Depression zusammen und kann zu einem raschen Verlust an Alltagskompetenz beitragen. 

Psychosoziale Faktoren können zur Entwicklung von Angsterkrankungen beitragen. Dazu zählen belastende Lebensumstände durch schwere Erkrankungen, eine erhöhte Sturzgefährdung mit einhergehender Sturzangst und angstauslösende Erlebnisse, wie beispielsweise frühere Kriegserlebnisse.