Inhalt

Weltmalariatag: Vorsorge kann Leben retten

Kreisgesundheitsamt rät zur Prophylaxe

Bild vergrößern: Die Anopheles-Mücke kann Malaria übertragen. © Pixabay
Die Anopheles-Mücke kann Malaria übertragen.

KREIS METTMANN. Schon ein einziger Stich kann genügen: Weltweit erkranken jedes Jahr mehr als 200 Millionen Menschen infolge eines Mückenstichs an der Infektionskrankheit Malaria. Anlässlich des Weltmalariatags am 25. April weist das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann auf die große Bedeutung einer sorgfältigen Prophylaxe bei Reisen in betroffene Länder hin.

„Bei Malaria handelt es sich um eine ,Tropenkrankheit‘, ausgelöst durch einen winzig kleinen Parasiten, der durch Stechmücken der Spezies Anopheles auf den Menschen übertragen werden und sich im Körper vermehren“, erklärt die Leiterin des Kreisgesundheitsamtes, Dr. Ruzica Susenburger-Lange. Malaria zählt zu einer der bedeutendsten infektiösen Krankheiten, die derzeit in etwa 100 Ländern auftritt, insbesondere in tropischen und subtropischen Regionen. Circa 40 Prozent der Weltbevölkerung lebt in Ländern, in denen Malaria heimisch ist. Überwiegend sind Länder in Asien, Afrika und Südamerika hiervon betroffen.

Nicht nur die einheimische Bevölkerung, auch Reisende erkranken zunehmend durch den weltweiten Reiseverkehr daran. Erkannt wird die Krankheit zumeist erst nach Rückkehr aus einem Risikogebiet. Der Begriff „Risikogebiet“ beschreibt Gebiete, in denen eine Krankheit gehäuft vorkommt. Ob ein Land als Malaria-Risikogebiet ausgewiesen ist, kann beim Auswärtigen Amt eingesehen werden: Malaria - Auswärtiges Amt. „Erste Symptome wie Fieber, Kopf- und Gliederschmerzen, aber auch allgemeine Abgeschlagenheit treten häufig Tage bis Wochen nach dem Stich auf und können einer Grippe ähneln“, berichtet Dr. Ruzica Susenburger-Lange weiter. „Ein zugelassener Impfstoff gegen Malaria steht für Reisende aus Deutschland derzeit nicht zur Verfügung. Daher kommt der Vorbeugung eine besondere Bedeutung zu. Neben medikamentöser Prophylaxe ist der Schutz vor Mückenstichen eine wichtige Maßnahme. Außerdem sollte vor jedem Reiseantritt in ein Risikogebiet Rücksprache mit dem Hausarzt im Hinblick auf entsprechende Prävention gehalten werden“, erklärt die Kreisgesundheitsamtsleiterin.

Was Reisende machen können:

  • Gesundheitsinformationen über ihr geplantes Reiseziel einholen
  • Eine reisemedizinische Beratung, unter anderem in einem tropenmedizinischen Institut, durchführen lassen
  • Je nach Reisegebiet empfohlene Medikamente zur Vorbeugung und Notfallbehandlung mitführen
  • Lange, helle Kleidung, insbesondere in den Abend- und Nachtstunden, tragen
  • Hautverträgliche Insektenschutzmittel auf die unbedeckte Haut auftragen und regelmäßig erneuern
  • Unter imprägnierten Moskitonetzen schlafen oder klimatisierte Räume nutzen

„Der Weltmalariatag erinnert daran, dass Malaria vermeidbar und behandelbar ist, wenn Risiken bekannt und Schutzmaßnahmen umgesetzt werden“, sagt Dr. Ruzica Susenburger-Lange. Zugleich betont der Tag die Bedeutung der Elimination der Krankheit als globales Gesundheitsziel der Weltgesundheitsorganisation WHO, um zukünftig Leben zu retten.

Weitere Informationen gibt es auf der Homepage der WHO zum Malariaprogramm Global Malaria Programme und beim Robert-Koch-Institut unter RKI-Ratgeber - Malaria.

Herausgeber

Logo KME_hoch_transparent
Pressestelle des Kreises Mettmann

Telefon: 02104 99-1074
Telefax: 02104 73855
E-Mail: presse@kreis-mettmann.de

24.04.2026