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Neue Infotafeln an der Grube 7

Spannende Fakten rund um das Naturschutzgebiet


Bild vergrößern: Neue Infotafeln an der Grube 7 weisen auf den spannenden Lebensraum hin. © Kreis Mettmann
Neue Infotafeln an der Grube 7 weisen auf den spannenden Lebensraum hin.

KREIS METTMANN/GRUITEN. Wer schon einmal durch die Grube 7 in Haan-Gruiten spaziert ist, kennt den Zauber dieses Gebiets – alle anderen sollten ihn unbedingt kennenlernen. Dabei helfen die Infotafeln, die von der Unteren Naturschutzbehörde des Kreises Mettmann in Kooperation mit der Natur- und Umwelt Haan e.V. (AGNU) und der Biologischen Station Haus Bürgel vor Kurzem komplett neu gestaltet und aufgebaut worden sind.

Die Grube 7 ist ein alter Kalksteinbruch in Haan-Gruiten. Bis 1966 wurde Kalkstein bis in eine Tiefe von 36 Metern für die Eisenindustrie abgebaut. Nach dem Abbau des Kalksteins hat sich die Natur den „Canyon“, wie er früher liebevoll genannt wurde, zurückerobert. Seltene Tier- und Pflanzenarten finden in der Felsgrube einen ruhigen Lebensraum. Sie profitieren von unterschiedlichen Lebensräumen, wie Felsen und Geröll, vegetationsarme Sonnenplätze, blühende Wiesen, Tümpel, Gebüsche sowie lichte und schattige Wälder - alles zusammen auf engstem Raum. Seit 1997 ist das Gebiet aufgrund der besonderen Strukturen und der zum Teil seltenen Tiere und Pflanzen als Naturschutzgebiet ausgewiesen.

Ein Wanderweg führt um die Abgrabung und eröffnet einmalige Blicke in die Tiefe und in die bewachsene Felskulisse. Die neuen Infotafeln informieren an den Zugängen und an einem Aussichtpunkt über die Entwicklung der Grube und die besondere Tier- und Pflanzenwelt. So ist zum Beispiel beschrieben, dass die kahlen Kalksteinfelsen ein Sonnenplatz der flinken Zauneidechse sind. Sie tankt hier Sonnenenergie für die Jagd nach Insekten. Auch die trockenen steinigen Böden erwärmen sich schnell. Hier siedeln sich seltene wärmeliebende Pflanzen mit Namen, die an die Sonne erinnern an: Sonnenröschen, Golddistel und Tausendgüldenkraut. Beschrieben sind auch die flachen Tümpel in der Grube 7, die die Kinderstube von Molchen, Fröschen und Libellen sind.

Damit die besonderen Lebensräume sonnig bleiben und sich nicht im Laufe der Zeit zu Wald entwickeln, sind die Ehrenamtlichen der AGNU regelmäßig in Arbeitseinsätzen unterwegs. Sie schneiden Gehölze zurück und mähen Wiesen. Wer Interesse hat bei den Pflegeeinsätzen zu helfen, findet Informationen auf der Internetseite der AGNU www.agnu-haan.de. Ansonsten lohnt auch einfach ein Rundgang um die Grube 7.

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07.04.2026