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Die Kreisumlage sinkt

Zentrale Entscheidungen des Mettmanner Kreistags

Bild vergrößern: Der Kreistag hat am Donnerstagabend den Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet. © Kreis Mettmann
Der Kreistag hat am Donnerstagabend den Haushalt für das Jahr 2026 verabschiedet.

KREIS METTMANN. Dank der Sparbemühungen der Verwaltung und der Konsolidierungsanträge der Politik sinkt die Kreisumlage – und die kreisangehörigen Städte werden in einer finanziell sehr anspruchsvollen Zeit nachhaltig entlastet. Dies ist eine von vielen Entscheidungen, die der Kreistag in seiner jüngsten Sitzung am Donnerstagabend getroffen hat. Drei davon beleuchten wir näher.

Kreisumlage

Eine konsequente Sparpolitik, ein Nullstellenplan (ausgenommen gesetzlich vorgeschriebene Pflichtaufstockungen in der Feuerwehrleitstelle) und eine bilanzielle Entlastung über 15 Millionen Euro (rd. die Hälfte der im Kreishaushalt gebildeten Bilanzierungshilfe – Corona-/Ukraine-Folgen – wird über die kommenden 20 Jahre gegen das Eigenkapital gebucht) sorgen für eine spürbare Entlastung des Kreishaushalts. „Als ehemalige Bürgermeisterin einer kreisangehörigen Stadt ist es mir wichtig, dass wir die Belastung für die Kommunen trotz vieler Pflichtaufgaben möglichst niedrig halten“, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke. Die Verwaltungschefin hat sich mit der Mehrheit der Politik auf dieses ambitionierte Maßnahmenpaket geeinigt und dadurch Einsparungen in Höhe von knapp 7,5 Millionen Euro erzielt – 6,5 Millionen Euro sind auf den globalen Minderaufwand in der Kreisverwaltung zurückzuführen, 0,75 Millionen Euro auf die Bilanzierungshilfe, weitere 0,25 Millionen Euro gehen auf Ansatzveränderungen bei diversen Haushaltspositionen zurück. Dadurch sinkt der Gesamtaufwand der Städte von ursprünglich eingeplanten 465,6 Millionen Euro auf 458,1 Millionen Euro – und liegt damit 5,6 Millionen Euro unter dem Wert des Vorjahres. „Und das trotz steigender Zahl an Pflichtaufgaben“, betont die Landrätin. Die freiwilligen Leistungen betragen lediglich 27,3 Millionen Euro. Der Gesamthaushalt des Kreises beläuft sich auf 851,3 Millionen Euro. Die Politik hat ihn am Donnerstagabend mit Mehrheit verabschiedet.

Kreisbrandmeister

Torsten Schlender folgt auf Torsten Schams – der Kreistag hat am Donnerstagabend einen neuen ehrenamtlichen Kreisbrandmeister ernannt. Da Ltd. Kreisbranddirektor Torsten Schams am 1. Juli 2026 in den Ruhestand eintritt, muss die Funktion neu besetzt werden. Aus den Reihen der Leiter der Feuerwehren im Kreis Mettmann wurde für das Ehrenamt des Kreisbrandmeisters Branddirektor Torsten Schlender vorgeschlagen. Er leitet seit 2019 die Freiwillige Feuerwehr Monheim am Rhein und darüber hinaus die hauptamtliche Feuer- und Rettungswache der Stadt Monheim. „Fachlich und persönlich genießt er – nicht zuletzt durch sein hohes Engagement im Kreisfeuerwehrverband – weit über Monheim hinaus ein außerordentlich hohes Ansehen“, erklärt Landrätin Dr. Bettina Warnecke. Torsten Schlender tritt am 1. Juli 2026 außerdem Torsten Schams Nachfolge beim Kreis Mettmann als Leiter des Amtes für Brand- und Katastrophenschutz, Rettungsdienst an.

Schloss Hardenberg

1,1 Millionen hatte der Kreistag bereits 2025 für die Ausstellung im Naturschutzzentrum im historischen Schloss Hardenberg in Velbert bereitgestellt. Doch das Geld wird nach dem verheerenden Brand am 21. November 2025 nicht wie ursprünglich geplant 2026 abgerufen, da das Herrenhaus erst wieder aufgebaut werden muss. Mit einem klaren Bekenntnis zu der Förderung hat der Kreistag am Donnerstagabend entschieden, das Geld weiterhin zur Verfügung zu stellen und zeitlich abgestimmt in den Haushalt einzuplanen. Der Investitionszuschuss soll bei Eröffnung des Naturerlebniszentrums überweisen werden. Die Stadt Velbert rechnet mit einem Termin im Jahr 2028.

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26.03.2026