Neue Fußspuren weisen den Weg zur Anne-Frank-Schule
Drei Jahre nach Einführung der Elternhaltestelle
RATINGEN. Fast drei Jahre nach der Einführung der Elternhaltestelle an der Anne-Frank-Schule Ratingen im Rahmen des Projekts „Wir wollen gehen! Zu Fuß statt Elterntaxi“ zeigt sich: Das Konzept funktioniert nachhaltig. Um sich persönlich ein Bild von der aktuellen Situation zu machen, verschaffte sich die Projektleiterin Tanja Smigoc vom Straßenverkehrsamt des Kreises Mettmann vor Ort einen Überblick über die aktuelle Nutzung der Elternhaltestelle.
Das Ergebnis fiel äußerst positiv aus: „Die Elternhaltestelle trägt spürbar zur Sicherheit der Schülerinnen und Schüler bei. Vor der Schule kommt es deutlich seltener zu Verkehrschaos, und viele Kinder kommen inzwischen zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller“, erklärt Tanja Smigoc.
Um den Schulweg für die Kinder noch sichtbarer und attraktiver zu gestalten, wurden farbige Fußspuren auf dem Weg von der Elternhaltestelle an der Werdener Straße bis zum Schulgebäude gemalt. Die Fußspuren waren früher bereits einmal mit Kreide aufgetragen worden, die durch die Witterung jedoch schnell verblich. Mit Genehmigung der Stadt Ratingen hat Malermeister Marcel Reichard zusammen mit Mitarbeitenden der Kreisverkehrswacht und des Straßenverkehrsamtes nun bunte Fußspuren lackiert, die deutlich länger sichtbar sein werden.
Gleichzeitig haben die Mitarbeitenden die bunten Fußspuren über die bisherige Strecke hinaus bis zur nahegelegenen Bushaltestelle erweitert. Dadurch soll sich die Situation an der Elternhaltestelle etwas entzerren. Durch den Wegfall der Durchfahrtsbeschränkung auf der Werdener Straße können Eltern ihre Kinder künftig auch an freien Parkplätzen in Höhe des ehemaligen Krankenhauses aussteigen lassen. Die bunten Fußspuren weisen ihnen dann bereits ab dort den Weg zur Schule.
Die farbigen Fußabdrücke helfen den jüngeren Schülerinnen und Schülern, den Weg selbstständig zu bewältigen. Gleichzeitig geben sie Orientierung und vermitteln ein Gefühl von Sicherheit. Viele Kinder folgen den bunten Spuren mit Freude – und der Weg zur Schule wird so ein kleines Stück Abenteuer.
Auch bei den Eltern stößt das Konzept auf positive Resonanz. „Die Elternhaltestelle finde ich wirklich klasse: Die Kinder können ein Stück bis zu Schule laufen, obwohl sie gefahren werden. So werden sie selbstständig“, sagte eine Mutter. „Die Elternhaltestelle ist eine echte Erleichterung. Ich kann mein Kind vor der Arbeit hier absetzen, und es kann den Rest zu Fuß laufen“, ergänzte eine weitere Mutter.
Ein wesentlicher Grund für den nachhaltigen Erfolg der Elternhaltestelle ist die Unterstützung durch die Leiterin der Anne-Frank-Schule, Stefanie Becht. Durch regelmäßige Aktionen und neue Impulse sorgt sie dafür, dass das Thema in der Schule immer wieder aufgegriffen wird und die Elternhaltestelle dauerhaft im Bewusstsein der Schulgemeinschaft bleibt.
„Es freut uns sehr, dass diese Elternhaltestelle auch nach fast drei Jahren weiterhin so gut angenommen wird“, resümiert die Amtsleiterin des Straßenverkehrsamtes, Uta Heber-Wenzel. „Als Straßenverkehrsamt konnten wir damit einen wichtigen Beitrag zur Verkehrssicherheit im Umfeld der Schule leisten.“
Herausgeber
Telefon: 02104 99-1074
Telefax: 02104 73855
E-Mail: presse@kreis-mettmann.de