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Kreis begutachtet Bäume im Düsseltal

Bereiche Ehlenbeck und Bracken in Gruiten

Bild vergrößern: Einige Eschen im Düsseltal leiden unter dem Eschentriebsterben. © Kreis Mettmann / KI-generiert
Einige Eschen im Düsseltal leiden unter dem Eschentriebsterben.

KREIS METTMANN. Der Kreis Mettmann lässt im Düsseltal bei Haan-Gruiten kurzfristig absterbende Bäume begutachten. Betroffen sind die Bereiche Ehlenbeck und Bracken. Dabei handelt es sich überwiegend um Eschen, die durch das Eschentriebsterben stark geschädigt sind. Die Untersuchung betrifft Waldflächen im Eigentum des Kreises. Im Fokus stehen insbesondere Bäume, die bei einem möglichen Umsturz Wanderwege gefährden könnten. Sollten sicherheitsrelevante Schäden festgestellt werden, plant der Kreis entsprechende Fäll- oder Rückschnittarbeiten für Ende Februar bis Mitte März. Das gefällte Holzmaterial wird vor Ort im Wald an einer geeigneten Stelle der natürlichen Zersetzung überlassen. Auch zukünftig werden in regelmäßigen Abständen solche Kontrollen durchgeführt und erforderliche Maßnahmen umgesetzt.

In diesem Zusammenhang weist der Kreis darauf hin, dass das Betreten des Waldes gemäß § 14 Bundeswaldgesetz und § 2 Abs. 1 Landesforstgesetz NRWauf eigene Gefahr erfolgt. Das bedeutet, dass Flächeneigentümer für die sogenannten waldtypischen Gefahren nicht haften bzw. Waldbesucher mit Gefahren zu rechnen haben. Diese gesetzliche Einordnung geht auf Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zurück, der dies zum Schutz des Naturraums Wald und unter Berücksichtigung des Betretungsrechtes beim Wanderwegenetz so festgelegt hatte.

Zu den waldtypischen Gefahren gehören insbesondere das Herabfallen von Ästen oder das Umstürzen von Bäumen infolge von Naturereignissen, Alter, Krankheit oder Witterung. Insofern besteht im Wald keine umfassende Verkehrssicherungspflicht, und es gibt im Gegensatz zu Straßen oder innerstädtischen Parkanlagen im Wald an Wanderwegen keine Pflicht, den Luftraum über den Wegen auf Totholz oder die Standfestigkeit jedes Baumes zu kontrollieren. Wegen des Eschentriebsterbens erkennt der Kreis allerdings in Teilen des Düsseltals eine besondere Situation, der er gefahrminimierend begegnen wird.


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