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Hitzeschutz im Kreis Mettmann

Durch den Klimawandel kommt es immer häufiger zum Auftreten von Hitzewellen. Daher setzt sich der Kreis Mettmann in Kooperation mit seinen kreisangehörigen Städten aktuell intensiv mit diesem Thema im Rahmen einer Hitzeaktionsplanung für das Kreisgebiet auseinander. Das oberste Ziel der Hitzepräventionsmaßnahmen des Kreises Mettmann ist dabei der Schutz besonders gefährdeter Gruppen – wie Ältere, Kinder, Schwangere, Vorerkrankte, Pflegebedürftige, Alleinlebende, Menschen mit Behinderungen und Obdachlose.

Hitzebelastung trifft uns grundsätzlich alle und führt von Einschränkungen im Wohlbefinden und der Verringerung der eigenen Produktivität bis hin zu schwerwiegenden Hitzeerkrankungen und hitzebedingten Sterbefällen. Dadurch können auch die lokalen Gesundheitsstrukturen überlastet werden, wie dies am Hitzewochenende 26.- 27.06.2026 deutlich wurde aber durch vom Kreis Mettmann mit entsprechenden Maßnahmen abgefangen werden konnte. Diese Folgeerscheinungen von Hitzebelastung werden jedoch häufig noch unterschätzt, obwohl in den Sommermonaten hohe Außentemperaturen in den vergangenen Jahren regelmäßig zu deutlich erhöhten Sterberaten geführt haben, insbesondere in älteren Altersgruppen. So analysierte das RKI beispielsweise bisher für das Jahr 2026 eine hitzebedingte Übersterblichkeit von 16.000 Sterbefällen (bis KW 37). Details finden Sie hier: Gesundheitliche Auswirkungen von Hitze (RKI)

Seit dem Frühjahr 2024 befassen sich in Kooperation die Stabsstelle Klimaschutz und das Kreisgesundheitsamt des Kreises Mettmann prioritär mit dem Thema Hitze. Die Vorgehensweise des Kreis Mettmann wurde bisher explizit mit dem Begriff der „Hitzeaktionsplanung“ statt „Hitzeaktionsplan“ betitelt, um einen dynamisch umsetzungsbezogenen Ansatz zu betonen.Hierbei wurden viele Hitzeaktions- & Hitzevorsorgemaßnahmen direkt im Entwicklungsprozess situativ bzw. anlassbezogen gemeinsam umgesetzt. Die Hitzeaktionsplanung lief dabei in enger Zusammenarbeit mit diversen beteiligten Fachämtern mit Zuständigkeiten für verschiedene zu betrachtende vulnerable Gruppen sowie in enger Kooperation mit den kreisangehörigen Städten ab. Im Rahmen der Hitzeaktionsplanung hat sich der Kreis Mettmann dabei sowohl seinen eigenen Zuständigkeiten gewidmet, sich ergänzend aber auch über den gesamten Prozess als „Dienstleister“ der kreisangehörigen Städte verstanden. Damit sollte den kreisangehörigen Städten von Anfang an der Weg für ihre Zuständigkeiten geebnet werden, sodass diese ihre (ergänzende) individuelle Hitzeaktionsplanung bzw. Maßnahmenumsetzung ressourcenschonend hierauf aufbauen können. Jeder kreisangehörigen Stadt bleibt dabei im Rahmen der Selbstverwaltung freigestellt, ob und welche Maßnahmen in den städtischen Planungen tatsächlich aufgegriffen bzw. umgesetzt werden. So konnte inzwischen ein Handlungsdokument in Form eines Hitzeaktionsplans (als verschriftlichter Endbericht der bisherigen Projektphase mit dazugehörigem Maßnahmenkatalog) finalisiert werden, der am 16.07.2026 vom Kreistag beschlossen wurde.

Damit auch Sie bestmöglich auf die nächsten Hitzetage vorbereitet sind, haben wir auf dieser Seite ergänzend hilfreiche Informationen und nützliche Materialen für Sie selbst, Ihre Kinder, Angehörigen, Nachbarn oder Ihre medizinische Einrichtung und die dort betreuten Personen zusammengestellt.

Kühle-Orte-Karte

Klicken Sie hier, um die Karte im Vollbildmodus zu besuchen.

Verhaltensempfehlungen

  • Trinken Sie stündlich ein Glas Wasser - auch wenn Sie keinen Durst verspüren. Vermeiden Sie zucker- und alkoholhaltige Getränke.
  • Lassen Sie Kinder und Tiere nicht im Auto. Selbst leicht geöffnete Fenster verhindern keine Überhitzung.
  • Lüften Sie morgens und abends und verdunkeln soweit möglich tagsüber ihre Räume.
  • Verlegen Sie körperliche Aktivitäten besser in die kühleren Morgen- und Abendstunden.
  • Wählen Sie draußen möglichst sonnenarme Routen und suchen für Pausen schattige, kühle Orte.
  • Nehmen sie möglichst nur leichte Kost zu sich (z. B. Obst & Gemüse), verteilt auf mehrere Mahlzeiten.
  • Schützen Sie sich im Freien durch Sonnenschutzmittel (LSF 30+), Sonnenbrille und Kopfbedeckung und tragen nur leichte luftige Kleidung.
  • Wenn Sie Arzneimittel einnehmen, beachten Sie die Hinweise der Gebrauchsinformation (z. B.. zur Aufbewahrung der Medikamente) oder wenden Sie sich an Ihre Apotheke und passen Ihren Medikamentenplan gegebenenfalls auch nach ärztlicher Absprache an.
  • Kümmern Sie sich um hilflose Personen und achten Sie auf Ihre Nachbarn, Freunde, Familienangehörige – insbesondere auf Kinder und (alleinlebende) Seniorinnen und Senioren.

Ausführlichere Informationen finden Sie in unserem Flyer.

  • Flyer - Hitzeschutz: Wichtige Tipps für heiße Tage und Nächte

Hitzewarnsystem

Das Hitzewarnsystem des Deutschen Wetterdienstes (DWD) ist ergänzend eine hervorragende Möglichkeit, um von bevorstehenden Hitzewellen rechtzeitig vorab zu erfahren. Unter Warnungen für den Kreis Mettmann, erfahren Sie, ob und welche Warnungen momentan wo vorliegen. Dabei gibt es zwei Hitze-Warnstufen:

  • Hitzewarnstufe 1: Die gefühlte Temperatur liegt am frühen Nachmittag über 32°C
  • Hitzewarnstufe 2: Die gefühlte Temperatur beträgt am frühen Nachmittag über 38°C

Warnungen für den Kreis Mettmann

Durch Abonnieren des DWD-Newsletters oder der Hitzewarn-App werden Sie zusätzlich immer über bevorstehende Hitzewellen informiert.

Weiterführende Informationen

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