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Wenn jede Minute zählt: Im Notfall kann jeder helfen

14. Woche der Wiederbelebung vom 21. bis 27. September

Bild vergrößern: Eine Puppe liegt auf dem Boden. An ihr kann man die Wiederbelebung trainieren. © Kreis Mettmann
Die Woche der Wiederbelebung findet vom 21. bis 27. September statt.

KREIS METTMANN. Was tun, wenn ein Mensch plötzlich zusammenbricht und nicht mehr normal atmet? Dann zählt jede Minute. Eine sofort begonnene Herzdruckmassage kann die Überlebenschancen bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand deutlich erhöhen. Trotzdem zögern viele Menschen aus Unsicherheit, etwas falsch zu machen. Um die Bevölkerung durch verschiedene Aktionen aufzuklären und dazu zu motivieren, sich mit den einfachen, aber lebensrettenden Schritten „Prüfen – Rufen – Drücken“ vertraut zu machen, findet vom 21. bis 27. September wieder bundesweit die „Woche der Wiederbelebung“ statt. Die Initiative des Berufsverbandes Deutscher Anästhesistinnen und Anästhesisten und der Deutschen Gesellschaft für Anästhesiologie und Intensivmedizin sowie der Stiftung Deutsche Anästhesiologie unter der Schirmherrschaft des Bundesministeriums für Gesundheit soll zeigen: Im Notfall kann jeder helfen – der einzige Fehler ist, nichts zu tun.

In Deutschland erleiden jedes Jahr mehr als 120.000 Menschen außerhalb eines Krankenhauses einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Nur etwa zehn Prozent von ihnen überleben. Ein wesentlicher Grund dafür ist, dass bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes oft wertvolle Minuten verstreichen. Wenn in dieser Zeit bereits mit der Wiederbelebung begonnen wird, kann das die Überlebenschancen deutlich verbessern.

Prüfen – Rufen – Drücken
Die wichtigsten Schritte sind einfach: Prüfen – Rufen – Drücken. Zunächst wird geprüft, ob die betroffene Person reagiert und normal atmet. Ist dies nicht der Fall, muss sofort der Notruf 112 gewählt und mit der Herzdruckmassage begonnen werden. Wer einen Automatisierten Externen Defibrillator (AED) zur Verfügung hat, kann auch diesen einsetzen. Das Gerät gibt verständliche Anweisungen und unterstützt Ersthelfende bei der Anwendung.
Viele Menschen haben Sorge, bei einer Wiederbelebung etwas falsch zu machen. Dabei ist das Wichtigste, überhaupt zu handeln. Mit einer Herzdruckmassage kann jeder einen entscheidenden Beitrag leisten, bis professionelle Hilfe eintrifft.

Aktion im Kreis Mettmann
Auch in diesem Jahr wird es wieder einen gemeinsamen Informationsstand des Kreises Mettmann und der Hilfsorganisationen auf dem Jubiläumsplatz in Mettmann geben. Am Mittwoch, 23. September, dreht sich dort von 8 bis etwa 13 Uhr alles um das Thema Wiederbelebung. Interessierte sind herzlich eingeladen, sich zu informieren und die lebensrettenden Handgriffe vor Ort unter fachkundiger Anleitung aufzufrischen.

Die Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Kreis Mettmann werden zudem in ihren sozialen Netzwerken über weitere Angebote informieren und Informationen zur Wiederbelebung bereitstellen. Auch außerhalb der Aktionswoche bieten die Feuerwehren und Hilfsorganisationen im Rahmen von Tagen der offenen Tür regelmäßig Informationen und praktische Übungen zu Wiederbelebungsmaßnahmen an.

Neben der Laienreanimation ist auch die smartphonebasierte Ersthelfer-Alarmierung ein wichtiger Baustein der Rettungskette. Seit November 2020 werden im Kreis Mettmann zusätzlich zum Rettungsdienst ehrenamtliche Mobile Retter zu Herz-Kreislauf-Stillständen alarmiert, um das therapiefreie Intervall bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes zu verkürzen. Denn: Eine unverzüglich begonnene Herzdruckmassage kann die Überlebenschancen deutlich erhöhen. Zeit ist daher ein entscheidender Faktor. Informationen zum Mobile-Retter-System gibt es online unter: www.mobile-retter.org/me


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