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Lexikon

Hier finden Sie Erklärungen zu den wichtigsten Fachbegriffen.


Ambulant betreutes Wohnen

Das ambulant betreute Wohnen ist ein Unterstützungsangebot für Menschen, die weitgehend selbstständig leben können, jedoch in einigen Lebensbereichen Hilfe benötigen. Hierzu zählen Menschen mit geistigen, körperlichen oder seelischen Beeinträchtigungen. Ziel der Betreuung ist es, die größtmögliche Autonomie und Privatsphäre zu gewährleisten und gleichzeitig bei der Bewältigung individueller Probleme zu unterstützen.

Ambulante Pflegedienste

Ein ambulanter Pflegedienst ist eine professionelle Gesundheitsdienstleistung, die auf dem Pflegeversicherungsgesetz und den Vorgaben der gesetzlichen Krankenversicherung basiert. Pflegedienste sind aufsuchend tätig und bieten Pflege und Unterstützung im häuslichen Umfeld pflegebedürftiger Menschen. Ihr Angebot umfasst eine Vielzahl von Pflegeleistungen, darunter körperliche Pflege, medizinische Versorgung und Unterstützung bei alltäglichen Aktivitäten.

Betreutes Wohnen / Wohnen mit Service

Beim Betreuten Wohnen bzw. Wohnen mit Service steht das eigenständige Wohnen im Vordergrund, ergänzt durch zusätzliche Dienstleistungen. Die Bewohner leben in ihren eigenen, oft barrierefreien Wohnungen und können bei Bedarf verschiedene Unterstützungsleistungen in Anspruch nehmen, beispielsweise Hausnotrufsysteme, Hilfe im Haushalt oder soziale Aktivitäten. Dies wird im Miet- oder auch über einen Servicevertrag geregelt.

Demenznetz Kreis Mettmann

Eine Demenzerkrankung bringt viele Herausforderungen mit sich – nicht nur für die Betroffenen selbst, sondern auch für ihre Angehörigen. Die Demenznetze in allen zehn Städten des Kreises Mettmann bieten Hilfe, Beratung, Information und Vermittlung zu allen Fragen rund um das Thema Demenz. Engagierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter verschiedener Institutionen bieten eine professionelle Beratung an.

Demenznetz

Gesetzliche Betreuung

Die gesetzliche Betreuung ist ein in Deutschland eingesetztes Rechtsinstrument, das Menschen unterstützt, die aufgrund von Krankheit oder Behinderung ihre Angelegenheiten nicht selbstständig regeln können.

Betreuungsbehörde

Institutsambulanz

Eine Institutsambulanz ist ein spezialisiertes, multiprofessionelles ambulantes Behandlungsangebot zur Versorgung von Menschen mit schweren, chronisch verlaufenden psychischen Erkrankungen. Neben der Vermeidung stationärer Aufenthalte liegt ein weiterer Fokus auf der Nachsorge, um die Rückkehr ins alltägliche Leben zu erleichtern und Rückfällen vorzubeugen.

Kurzzeitpflege

Bei der Kurzzeitpflege handelt es sich um ein vorübergehendes Wohnen in einer Pflegeeinrichtung. Diese bietet pflegebedürftigen Menschen, die zu Hause vorübergehend nicht ausreichend versorgt werden können, Pflege und Betreuung.

Psychiatrische häusliche Krankenpflege

Die „Psychiatrische Häusliche Krankenpflege“ (pHKP) ist eine Form der häuslichen Krankenpflege, die speziell für Menschen mit psychischen Erkrankungen konzipiert wurde. Es handelt sich um eine aufsuchende Leistung, die auch als ambulante psychiatrische Pflege (APP) bezeichnet wird. Die psychiatrische häusliche Krankenpflege ist eine intensive, kurzfristig verfügbare Unterstützung. Sie wird ärztlich verordnet und zielt darauf ab, den Betroffenen zu helfen, ihr Leben wieder weitgehend selbstbestimmt in ihrem gewohnten Umfeld zu führen. Darüber hinaus soll die psychiatrische häusliche Krankenpflege dazu beitragen, Krankenhausaufenthalte zu vermeiden oder zu verkürzen und eine fachärztliche Behandlung sicherzustellen.

Psychiater und Psychiaterinnen

Psychiater:innen haben sich nach dem Medizinstudium in einer mehrjährigen Facharztausbildung auf psychische Gesundheit spezialisiert. Sie können eine Vielzahl komplexer psychischer Erkrankungen diagnostizieren und behandeln. In erster Linie kommen dabei Medikamente zum Einsatz, um die Symptome zu behandeln. Darüber hinaus können sie auch verschiedene Arten von Psychotherapie anwenden.

Psychotherapie

Bei einer Psychotherapie werden seelische Leiden mithilfe psychologischer Methoden gezielt behandelt. Das Ziel besteht darin, die mit psychischen Erkrankungen verbundenen Beschwerden zu lindern und die Lebensqualität zu verbessern. Gemeinsam mit den Patientinnen und Patienten wird daran gearbeitet, ihr Denken, Erleben, Fühlen und Verhalten in eine gesündere Richtung zu lenken.

Seelsorge

Seelsorge bezeichnet die Unterstützung und Begleitung von Menschen in Lebenskrisen. Seelsorger – oft Geistliche oder speziell ausgebildete Ehrenamtliche – bieten in persönlichen Gesprächen einen geschützten Raum, in dem Sorgen, Ängste und Nöte geäußert werden können.

Selbsthilfe

Selbsthilfe bezeichnet den Versuch, eigene Probleme selbst zu lösen und gemeinsam mit anderen Betroffenen nach Lösungen zu suchen. Sie basiert auf Prinzipien wie gegenseitigem Zuhören und Freiwilligkeit. Selbsthilfegruppen sind Zusammenschlüsse von Menschen, die sich gegenseitig unterstützen, informieren und motivieren, um gesundheitliche Herausforderungen zu bewältigen.

Sozialpsychiatrischer Dienst

Der Sozialpsychiatrische Dienst (SPDI) ist eine kommunale Einrichtung des öffentlichen Gesundheitswesens. Er berät Menschen mit psychischen Erkrankungen und Personen aus ihrem sozialen Umfeld niedrigschwellig. Er bietet psychiatrische, psychotherapeutische und psychosoziale Beratung und Unterstützung. Darüber hinaus koordiniert und vermittelt er die erforderlichen Hilfen, um diesen Menschen ein langfristiges Leben in der Gemeinschaft zu ermöglichen. 

Sozialpsychiatrischer Dienst

Soziotherapie

Die Soziotherapie ist eine ambulante, langfristig angelegte Therapieform für Menschen mit schweren psychischen Erkrankungen, bei der das soziale Umfeld der Patient*innen aktiv einbezogen wird. Mithilfe von Motivationsarbeit und Trainingsmaßnahmen soll die Krankheitseinsicht gestärkt und die Betroffenen dazu befähigt werden, Therapieoptionen selbstständig und in eigener Verantwortung wahrzunehmen.

Tageskliniken

Eine Tagesklinik ist eine teilstationäre Einrichtung, in der Patienten von Montag bis Freitag tagsüber behandelt werden, ohne über Nacht bleiben zu müssen. Es gibt auch explizite gerontopsychiatrische Tageskliniken. In diesen werden psychiatrische Störungen speziell bei Menschen ab dem 65. Lebensjahr diagnostiziert und behandelt. Oft wird in diesen ein Fahrdienst angeboten, sodass auch mobilitätseingeschränkte ältere Menschen die Tagesklinik aufsuchen können.

Wohngemeinschaften

Wohngemeinschaften für ältere Menschen sind eine alternative Wohnform, in der Senioren gemeinsam leben. Sie können entweder auf rein private Initiative oder mit der Unterstützung eines Trägers entstehen. Letztere bieten häufig zusätzliche Pflege und Betreuung durch Präsenzkräfte, wie beispielsweise in Wohngemeinschaften für pflegebedürftige Menschen oder in Wohngemeinschaften für Menschen mit Demenz.

Wohnen in Stationärer Pflege

Bei der stationären Pflege werden pflegebedürftige Menschen in verschiedenen Einrichtungen umfassend betreut und gepflegt. Je nach Bedürfnis und Zustand variiert die Betreuung. Diese Form der Pflege ist für Personen geeignet, deren Pflege zu Hause nicht mehr in ausreichendem Umfang gewährleistet werden kann. Es gibt vollstationäre Pflegeeinrichtungen, in denen die Bewohner ganztägig versorgt werden, sowie teilstationäre Einrichtungen, in denen die Bewohner tagsüber oder nachts untergebracht und verpflegt werden. In beiden Fällen werden die Pflegebedürftigen unter ständiger Verantwortung einer ausgebildeten Pflegefachkraft gepflegt oder betreut.