Inhalt

Seltene Zwillingsgeburt - wir suchen Namen für Jungbullen

Eiszeitliches Wildgehege im Neandertal

Bild vergrößern: Die beiden Bullenkälber sind der neueste Zuwachs im Eiszeitlichen Wildgehege. © Kreis Mettmann
Die beiden Bullenkälber sind der neueste Zuwachs im Eiszeitlichen Wildgehege.

KREIS METTMANN. Sie sind sehr selten und für die Tiere eine große Herausforderung: Zwillingsgeburten bei Heckrindern. Im Eiszeitlichen Wildgehege hat die junge Kuh Nagata nun ihren ersten Nachwuchs zur Welt gebracht – und musste zunächst von den beiden Jungbullen getrennt werden. Doch nach nur einer Nacht konnte die Mutter mit ihren Kälbern vereint werden: Happy End im Neandertal.

Der Grund für die temporäre Trennung der jungen Familie: „Da eines der beiden Bullenkälber schneller auf den Beinen war als das andere, hatten wir Sorge, dass die Kuh das zweite Kalb nicht versorgt“, erklärt Hegemeisterin Hanna Walter. Die Mitarbeitenden des Eiszeitlichen Wildgeheges brachten die Kälber deshalb zunächst von ihrem Geburtsort im Wald in eine leere Box im Tarpanstall. Dort wurden die beiden mit Kolostralmilch, auch Biestmilch genannt, versorgt, die für die Kälber zum Aufbau des Immunsystems in den ersten Tagen überlebenswichtig ist.

Schon am nächsten Morgen wurde Mutterkuh Nagata bei der Fütterung eingefangen und in die neu eingerichtete Quarantäne- und Behandlungsbox im alten Wisentstall gebracht. Dort wurde sie erfolgreich mit ihren Söhnen wiedervereint. „Normalerweise stallen wir Kälber und Mütter auch bei schlechtem Wetter, Kälte und Schnee nicht auf, denn eigentlich können sie ab Geburt im Freien leben und kommen dabei sehr gut zurecht. In diesem Fall wollten wir aber auf Nummer sicher gehen und die beiden Bullen unter Beobachtung haben“, berichtet Hanna Walter. Außerdem sollte gewährleistet sein, dass Nagata genug Milch produziert, um beide zu versorgen. „Ansonsten hätten wir eingreifen müssen“, erklärt die Hegemeisterin.

Für eine Woche waren Mutter und Kälber im Wisentstall gemeinsam eingestallt, sodass die Kälber in ihrer ersten Lebenswoche genug Kräfte sammeln konnten, um ihrer Mutter und der Herde zu folgen. Seit Kurzem sind die drei mit der Herde unterwegs und können gut mithalten.

Und jetzt kommen Sie ins Spiel: Denn die beiden Jungtiere haben noch keinen Namen. Schicken Sie uns Ihre Vorschläge an die Mailadresse presse@kreis-mettmann.de oder kommentieren Sie diesen Beitrag bei Facebook oder Instagram. Wichtig: Traditionell erhalten neugeborene Heckrinder einen Namen mit dem Anfangsbuchstaben „N“, zurückzuführen auf den Zuchtstandort Neandertal. Es können daher nur Vorschläge mit „N“ als ersten Buchstaben angenommen werden. Einsendeschluss ist Mittwoch, 25. Februar, 12 Uhr. Die Hegemeister kennen ihre Tiere am besten und wählen am Ende die Namen aus. Welche es geworden sind, veröffentlichen wir in den kommenden Wochen.


Herausgeber

Logo KME_hoch_transparent
Pressestelle des Kreises Mettmann

Telefon: 02104 99-1074
Telefax: 02104 73855
E-Mail: presse@kreis-mettmann.de