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17.07.2017 | Artikel

neanderland BIENNALE 2017

Furioses Festival-Finale mit großer Straßentheaterparade


König ohne Land
Copyright: Fritz Reich

Der Kontrabass
Copyright: Schug

NEANDERLAND/KREIS METTMANN. Die neanderland BIENNALE, das große Theaterfestival mit Inszenierungen in allen zehn Städten des Kreises, geht in die fünfte und damit letzte Woche.
Bevor aber am Sonntag das große Finale über die Bühne geht, hat am Freitag, 21. Juli, um 20 Uhr auf dem Schulhof des Immanuel-Kant-Gymnasiums in Heiligenhaus (Herzogstr. 75) noch einmal der (vier Wochen zuvor in Ratingen bereits uraufgeführte) "König ohne Land" seinen Auftritt. Zusammen mit deutschen und französischen Amateuren erzählen die Compagnie Franche Connexion und Cirque du Bout du Monde (Frankreich) die mitreißende und bildreiche Geschichte: Odysseus zieht müde durch die Lande, nachdem er gezwungen war, seine Heimat zu verlassen. Was hat er nicht alles schon auf seiner mühevollen und aufregenden Reise erlebt – Helden und Feiglinge, Verräter und Verführerinnen. Nach all diesen wilden Erlebnissen treibt ihn nur eines um: Hunger. Zufällig trifft er auf die Picknickgesellschaft um König Alkinoos, der hier offenkundig das Sagen hat. Das Mahl ist fast beendet und alle beginnen bereits, sich zu langweilen. Also fordert Alkinoos Odysseus auf, sie als Gegenleistung für eine Mahlzeit mit seiner Geschichte zu unterhalten.
Durch rasante Rollenwechsel wird die Festgesellschaft Teil des Geschehens und zu Helfern Odysseus‘. Zyklopen, Sirenen und andere Geschöpfe bevölkern die Szenerie und ziehen alle in ihren Bann. Sie segeln durch Odysseus‘ machtvolles Reich der Erinnerung und Phantasie, in dem die Wahrheit vielleicht so, vielleicht auch ganz anders war.
Kein fester Eintrittspreis; "betaal, wat de häs". (Bei Regen findet die Aufführung in der Aula statt.)

Den modernen Klassiker "Der Kontrabass" von Patrick Süskind bringt am Samstag, 22. Juli, um 20 Uhr im QQTec in Hilden (Forststr. 73) die Theaterfabrik Düsseldorf zur Aufführung:
Er hasst Wagner, unterschlägt gerne mal aus Rache ein paar Noten, findet Dirigenten überflüssig und kämpft mittels Bier gegen den Feuchtigkeitsverlust und den Orchesterfrust. Der Kontrabassist aus der letzten Reihe sinniert und flucht über sich und das Leben mit dem größten aller Streichinstrumente, dem er in Hassliebe verbunden ist. Denn dieses unhandliche und schreckliche Ding ist eigentlich Schuld an seiner größten Misere: der unerwiderten Liebe zu Sängerin Sarah, die er seit Jahren leidenschaftlich verehrt. Heimlich, versteht sich. Wenn sie auf der Bühne ist, spielt er immer besonders fehlerfrei und hingebungsvoll. Was sie natürlich nicht bemerkt. Wenn er sich nur trauen würde, sie anzusprechen… Ja, was wäre, wenn er heute Abend in der bevorstehenden Premiere einfach aufstehen und unmittelbar vor dem Einsatz des Orchesters den Namen „Sarah“ laut in den Saal hineinriefe? Der Kontrabass zeichnet kurzweilig und einfühlsam das humoristische Porträt eines Normalbürgers als Künstler mit Tiefsinn, Slapstick und großer Komik. Ein fest gespannter Bogen, der monologisch und entschlossen den Schwingungen des menschlichen Zusammenspiel(en)s nachstreicht.
Tickets: VVK 10 Euro/Abendkasse 13 Euro. 

Unter dem Motto "Odyssee zu neuen Ufern" erwartet die Zuschauer am Sonntag, 23. Juli, in Velbert das furiose Finale der neanderland BIENNALE 2017.
Bei der großen Straßentheaterparade setzt sich eine große Armada in Bewegung und „segelt“ durch die Innenstadt. Start ist um 15.30 Uhr am Parkplatz Grünstraße 33. In diesem bunten Spektakel für die ganze Familie verbinden sich Theaterensembles aus drei Ländern mit Gruppen der Musik- und Kunstschule Velbert und gestalten einen erlebnisreichen Nachmittag mit Musik, Artistik und Schauspiel – mal dramatisch, mal humorvoll.
Auf der faszinierenden Reise gibt es viel zu staunen und zu erleben, genau wie im Mythos der Odyssee. Die Motive aus der alten Zeit werden effektvoll neu in Szene gesetzt. Begleitet von Live-Musik, wundersamen Fabelwesen, verhexten Matrosen und mysteriösen Seemonstern bahnt sich die Parade ihren Weg durch die Straßen. Betörende Chorgesange, waghalsige Artisteneinlagen und bildstarke Theaterhäppchen bieten allerlei Ohr- und Augenschmaus für das mitziehende Publikum.
Kein fester Eintrittspreis; "betaal, wat de häs".

Weitere Infos: www.neanderland-biennale.de.

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