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14.06.2017

neanderland BIENNALE 2017: Jetzt geht's los!

Aufbruch zu neuen Ufern

NEANDERLAND/KREIS METTMANN. Am 23. Juni startet die neanderland BIENNALE 2017, das große Theaterfestival im Kreis Mettmann. Alle zehn Städte des Kreises sind dabei, und auch in diesem Jahr steht die BIENNALE wieder ganz im Zeichen der deutsch-französisch-polnischen Kooperation.
Unter dem Motto "Neue Ufer" werden die deutschen, polnischen und französischen Ensembles das Publikum auf eine Reise voller neuer Erlebnisse und Erfahrungen mitnehmen. Fest eingebunden dabei ist auch die Amateurtheaterszene im Kreis Mettmann.
Bis zum großen Finale am 23. Juli stehen an fünf Wochenenden insgesamt 20 Veranstaltungen auf dem Spielplan.
Und gleich am Eröffnungswochenende erwartet die Zuschauer ein hochkarätiges Programm mit drei Uraufführungen:

Zum Auftakt am Freitag, 23. Juni, 18 Uhr, verwandelt sich der Wülfrather Marktplatz in eine festlich gedeckte Tafel. Essen und Getränke für das "Bürgerdinner" müssen die Zuschauer mitbringen, Unterhaltung zum Lachen, Staunen und Genießen dagegen gibt es satt: Musik mit Petra Speh-Morgner, Zauberei und Jonglage mit Herrn Jeminé und szenische Einlagen der Jugendgruppe Chilis vom Theater Minestrone sorgen für gute Stimmung an den Tischen. Tickets für eine verbindliche Tischreservierung (4 Personen: 4 Euro, 8 Personen: 8 Euro) gibt es im Vorverkauf.
Anschließend entführt um 20 Uhr die Staatliche Theaterakademie Bytom aus Polen die Zuschauer mit der Welturaufführung "Uferlegenden" in phantastische Sagen, in denen Wölfe, Drachen und tragische Liebespaare eine Rolle spielen. Der renommierte Regisseur Brian Michaels hat sich mit den Legenden von Wülfrath, Bondues und Bytom auseinandergesetzt und je eine Legende pro Stadt neu erzählt. Das Stück beginnt mit einer Prozession durch die Innenstadt, die von Schülern des Stadtischen Gymnasiums mit Masken und Stabfiguren ausgestattet und von der Wülfrather Trommelgruppe Hakuna Matata begleitet wird. Zum spannenden Höhepunkt wird das Publikum an den verwunschenen Krappsteich im Angergarten geleitet, an dem jede Legende dreimal zu sehen sein wird. Kein fester Eintrittspreis; es gilt "Betaal, wat de häs".

Am Samstag, 24. Juni, gibt es um 16 Uhr im Club in Heiligenhaus mit dem Stück "Papas Kriege" eine weitere Uraufführung:
Drei Schauspieler aus der heutigen Großvatergeneration, drei ganz eigene Charaktere aus drei Nationen oder auch drei Brüder aus der Familie Europa: Matthias Kuchta (Deutschland), Laurent Varin (Frankreich) und Zbyszek Moskal (Polen) – so unterschiedlich sie auch sind, so sehr sind sie doch durch die Geschichte Europas miteinander verbunden. In einer bildreichen Geschichte, die auf Feldpostbriefen und Tagebüchern von Soldaten aus dem Ersten und Zweiten Weltkrieg basiert, stellen sie sich den Fragen: Wer waren unsere Väter und Großväter? Und wer waren die sogenannten „Feinde“? Was hat sie zu Soldaten gemacht, in welche Gedankenwelten haben sie sich inmitten all der Gräuel gesehnt? Aber sie blicken nicht nur auf die Historie, sondern fassen auch das aktuelle Europa ins Auge. Ein Studiensemester in Frankreich, ein spontanes Erholungswochenende in Deutschland, schnell mal zum Einkaufen nach Polen? Hier leben, dort arbeiten? Heutzutage eigentlich kein Problem mehr, es ist doch „unser“ Europa, oder? Ein berührendes Kaleidoskop mit lauten und leisen Momenten, bildreichen Szenen, viel Körpereinsatz und atmosphärischen Sounds. Tickets: VVK 10 Euro/Tageskasse 13 Euro.

Die dritte Uraufführung folgt dann am selben Abend um 20 Uhr im Poensgenpark in Ratingen (bei Regen im Stadttheater), wenn die Compagnie Franche Connexion und Cirque du Bout du Monde (Frankreich) zusammen mit deutschen und französischen Amateuren die mitreißende und bildreiche Geschichte vom "König ohne Land" erzählen: Odysseus zieht müde durch die Lande, nachdem er gezwungen war, seine Heimat zu verlassen. Was hat er nicht alles schon auf seiner mühevollen und aufregenden Reise erlebt – Helden und Feiglinge, Verräter und Verführerinnen. Nach all diesen wilden Erlebnissen treibt ihn nur eines um: Hunger. Zufällig trifft er auf die Picknickgesellschaft um König Alkinoos, der hier offenkundig das Sagen hat. Das Mahl ist fast beendet und alle beginnen bereits, sich zu langweilen. Also fordert Alkinoos Odysseus auf, sie als Gegenleistung für eine Mahlzeit mit seiner Geschichte zu unterhalten.
Durch rasante Rollenwechsel wird die Festgesellschaft Teil des Geschehens und zu Helfern Odysseus‘. Zyklopen, Sirenen und andere Geschöpfe bevölkern die Szenerie und ziehen alle in ihren Bann. Sie segeln durch Odysseus‘ machtvolles Reich der Erinnerung und Phantasie, in dem die Wahrheit vielleicht so, vielleicht auch ganz anders war. Kein fester Eintrittspreis; "betaal, wat de häs".

Am Sonntag, 25. Juni, beschließt dann um 16 Uhr auf dem Außengelände des Neanderthal Museums in Mettmann die Compagnie Les Anthropologues (Frankreich) mit "Cairn", einem prähistorischen Abenteuer für die ganze Familie, das erste Festivalwochenende: Auf einer Baustelle wird ein Eingang zu einer Höhle entdeckt, deren Eingang 40.000 Jahre verschüttet lag. Ein Team von Archäologen macht sich gemeinsam mit den Zuschauern auf den Weg und stößt auf einen unverhofften Fund: den Beweis der ersten romantischen Verbindung zwischen Neandertaler und frühem Sapiens, einem Migranten aus Afrika. Wer waren unsere Vorfahren, die heute noch 2 bis 4 % unseres Erbgutes ausmachen? Wie ist daraus der heutige Mensch entstanden? Während die Wissenschaftler Hypothesen aufstellen, verschiebt sich die Szenerie in eine ferne Vergangenheit, als sich unsere Vorfahren das erste Mal begegneten.
In der spielerischen Untersuchung über die Geschichte unserer Herkunft verbinden sich körperbetontes Schauspiel mit dem Einsatz von Puppenspiel und Musik. Kein fester Eintrittspreis; "betaal, wat de häs".

Alle Infos zum Programm der neanderland Biennale gibt es unter www.neanderland-biennale.de . Das gedruckte Programmheft liegt an zahlreichen Stellen in der Region aus; auf Wunsch (Tel. 02104/990 oder Mail an kulturamt@kreis-mettmann.de ) kommt das Programm auch per Post.
Für die kostenpflichtigen Veranstaltungen sind Karten im Vorverkauf erhältlich – entweder online auf der BIENNALE-Homepage oder bei einer der im Programm aufgeführten Vorverkaufsstellen.



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