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05.07.2018

Ehrungen in drei Kategorien

KREIS METTMANN. Gemeinsam richteten der Kreis Mettmann und der UnternehmerKreis Mettmann am Donnerstagabend (5. Juli) in den Räumen der KUKKO Werkzeugfabrik Kleinbongartz & Kaiser in Hilden den Festakt zur Ehrung des Unternehmers des Jahres aus.

Auf dem Programm standen Ehrungen in drei Kategorien:

• Unternehmer des Jahres
• Start-up des Jahres
• NeanderPreis für ein unternehmerisches Lebenswerk

Ausgewählt worden waren die Preisträger zuvor von einer über 400-köpfigen Jury aus regionalen Firmenlenkern und Mitgliedern der heimischen Industrie- und Wirtschaftsinitiativen, die sich zum „UnternehmerKreis Mettmann“ zusammengeschlossen haben.
Die Laudatoren waren Ulrike Römer vom UnternehmerKreis Mettmann, die Hildener Bürgermeisterin Birgit Alkenings und Landrat Thomas Hendele.
Von ihnen erfuhren die rund 150 Gäste in der Werkzeugfabrik Kukko, wer die Preisträger sind: Die Wahl zur Unternehmerin des Jahres 2018 fiel auf Corinna Schreiber (Schreiber Stahlbau GmbH) aus Hilden. Start-up des Jahres ist die Bergstation Hilden mit ihren beiden Gründern Marcel Buchmann und Justin Bohn. Der NeanderPreis für ein unternehmerisches Lebenswerk ging an den langjährigen Geschäftsführer von Contacto Bander in Erkrath, Gottfried Bander.


Unternehmerin des Jahres 2018:
Corinna Schreiber, Schreiber Stahlbau GmbH, Hilden
www.schreiberstahlbau.de
(Laudatorin: Bürgermeisterin Birgit Alkenings)

Das 1959 von Erich Schreiber gegründete Stahlbauunternehmen wird heute in der zweiten Generation von Corinna Schreiber geführt. Das Unternehmen fertigt mit 50 Mitarbeitern Stahlbauhallen und Parkhäuser; dabei werden jeden Monat 350 Tonnen Stahl bewegt. Nach dem Tod ihres Mannes 2014, der das Unternehmen bis dahin geleitet hat, entschloss sich Corinna Schreiber die Firma weiter zu führen. Mit Feingefühl, Willenskraft und der Unterstützung des vorhandenen Mitarbeiterstamms setzte sich die Diplom‐Betriebswirtin in einer doch noch von Männern dominierten Sparte durch. Ihr Ziel ist es, für mindestens eine ihrer drei Töchter ein innovatives und gesundes Familienunternehmen zu erhalten, so wir ihr verstorbener Mann es von ihr gewünscht hätte.
Corinna Schreiber setzt im Stahlbau neue Akzente. Ein neuer, moderner Auftritt und individuelle Unternehmerveranstaltungen mit Betriebsbesichtigungen öffneten das Unternehmen nach außen und sind nur ein Teil der veränderten Unternehmenskultur. Das Team ist ihr besonders wichtig. Exemplarisch hebt sie die gute Zusammenarbeit mit ihrem Geschäftsführer Christian Rüdiger und dem Vertriebsleiter, Markus Hardt heraus. Ihr ist es ein Anliegen, eine Kultur der Wertschätzung "auch in einer „harten Branche" zu etablieren.
Corinna Schreiber ist Mitglied in verschiedenen Unternehmensverbänden im Kreis Mettmann und hat stets ein offenes Ohr für soziale Projekte in Hilden und ihrer Heimatstadt Haan.
Traditionell erhält der "Unternehmer des Jahres" ein eigens für ihn kreiertes Kunstwerk. Das für Corinna Schreiber entstandene Werk ist ein Bild (Acryl auf Leinwand) der Langenfelder Künstlerin Corinna Watterlohn mit dem Titel "Woman in Steel".


Start-up des Jahres 2016
Marcel Buchmann und Justin Bohn, Bergstation Hilden
https://bergstation.nrw
(Laudatorin: Gabriele Römer, UnternehmerKreis Mettmann)

Den beiden Gründern ist mit der beeindruckenden Kletterhalle Großes gelungen: 3100 Quadratmeter Kletterfläche, 550 Quadratmeter Außenwand, 17 Meter hohe Kletterwände (19 Meter hoch outdoor), 800 Quadratmeter Boulder-Area und damit bis zu 300 verschiedene Kletterrouten aller Schwierigkeitsgrade stehen Profis und Anfängern zur Verfügung. Die Anfang 2017 eröffnete Halle bietet eine in unserer Region einzigartige Möglichkeit, die Leidenschaft für das Klettern zu entdecken und auszuleben. Das Angebot in der Bergstation reicht vom "einfachen" betreuten Klettern für Familien über therapeutisches Klettern bis hin zu Sturztrainings und Yogaeinheiten als „Warm‐up“ für die Hand- und Schultergelenke der Profikletterer.
Der ausgebildete Sport- und Fitnesskaufmann Marcel Buchmann und der Investmentbanker mit VWL- und BWL-Studium Justin Bohn haben einige Hürden meistern müssen, um das aufwendige und kostenintensive Projekt zu verwirklichen.


NeanderPreis für ein unternehmerisches Lebenswerk
Gottfried Bander, langjähriger Geschäftsführer von Contacto Bander, Erkrath
www.contacto.de
(Laudator: Landrat Thomas Hendele)

Der Ehrenpreis wird für das unternehmerische Lebenswerk vergeben, dazu gehören auch das soziale Engagement und das Wirken des Gewürdigten in der Heimat.

Der Unternehmer
Gottfried Bander (geb. 1941), aufgewachsen in Erkrath-Trills, absolvierte nach der mittleren Reife zunächst eine Ausbildung bei der Kreisverwaltung Mettmann, nahm danach allerdings eine Beschäftigung bei Contacto an.
Das Unternehmen war 1958 als deutsche Niederlassung des schwedischen Kochtopfherstellers OLOFSTRÖM gegründet worden. OLOFSTRÖM entwickelte ein spezielles CONTACT-Verfahren zur Verbindung von Aluminiumkompensböden mit Edelstahltöpfen aus „Schwedenstahl“ – Qualität 18/10. Das Verfahren wurde patentiert. Vom schwedischen Königshaus durfte als höchste Auszeichnung und Anerkennung im Warenzeichen eine Krone abgebildet werden, die auch heute noch einen Teil des Firmenlogos darstellt.
Bander arbeitete bei Contacto mehrere Jahre im Bereich Im- und Export und studiert in den 70er Jahren in Dortmund mit Abschluss Handelsfachwirt.
Er heiratete die Tochter des Firmeninhabers und übernahm nach dem Tod des Schwiegervaters 1986 die Firmenleitung. Er reiste als Aussteller und Besucher zu vielen Fachmessen, die überall auf der Welt stattfanden und konnte damit sein Fernweh, das ihn bereits als Jugendlicher gepackt hatte, ein wenig stillen. (Ursprünglich hatte er einmal vorgehabt, nach Australien auszuwandern.)
2006 übergab er die Geschäftsführung an seinen Sohn Christian, dem er aber immer noch bei Bedarf beratend zur Seite steht.
Contacto Bander bezeichnet sich heute als in Deutschland führender Hersteller hochwertiger rostfreier Edelstahlgeschirre für die professionelle Gastronomie.
Der Vertrieb erfolgt an den Gastronomie-Fachhandel in Deutschland, Europa und über die britische Tochtergesellschaft auch weltweit. Zum Beispiel sind alle Marriott Hotels in Europa und Asien sowie die Kreuzfahrtschiffe der TUI mit Contacto Kochgeschirr ausgestattet.
Es gibt eine eigene Fabrik in Pakistan, aber auch eigene Werkzeuge in vielen Produktionsstätten in Schweden und anderen asiatischen Ländern.
Am Standort Hochdahl sind auf einem Gelände von 20.000 Quadratmetern rund 70 Mitarbeiter beschäftigt.

Der Heimatverbundene
1992 übernahm Bander auf Bitten des Männergesangsvereins und Frauenchors Hochdahl die Protektion der Chöre und wird als „idealer Förderer und Repräsentant“ beschrieben. Er begleitete zusammen mit seiner Frau die Chöre in die verschiedensten Länder, darunter Namibia, Südafrika, Kanada, Polen oder Budapest.

Bekannt ist Gottfried Bander in Erkrath jedoch aufgrund seines Engagements für seine Heimatstadt. Er besitzt eine große Fotosammlung über die Dorfbewohner und die Umgebung von Trills, die er schon mehrfach öffentlich ausgestellt hat.
Zusammen mit zwei Gleichgesinnten hat Gottfried Bander außerdem vor 30 Jahren das Trillser Straßenfest – bei Insidern auch bekannt als „Klöntreff“ – ins Leben gerufen. Der Klöntreff ist weit über Trills hinaus bekannt und bei Jung und Alt sehr beliebt.

Seit 2015 ist Bander stellvertretender Vorsitzender des Bürgervereins Hochdahl.

Der Retter des Lokschuppens
Gottfried Bander hat eine Schwäche für historische Gebäude. Anfang der 90er Jahre stand der seit der Elektrifizierung der Steilstrecke der Bahn zwischen Düsseldorf und Wuppertal von der Bundesbahn nicht mehr genutzte ca. 150 Jahre alte Lokschuppen zum Verkauf. Bander ergriff die Chance und kaufte das alte heruntergekommene Gebäude und die dazu gehörigen Gleisanlangen. Der Zustand des Gebäudes muss – für jeden anderen – erschreckend gewesen sein. Nicht so für Gottfried Bander, der liebend gerne alte Bauwerke instandsetzt und ihnen so einen würdigen Platz in der Gegenwart zuweist. Für ihn stand bereits beim Kauf fest, dass er die Bauruine in ein Eisenbahnmuseum verwandeln würde. Eröffnet wurde das Museum dann im Mai 1999 im Beisein des damaligen Landrates Müser und des 1. Beigeordneten der Stadt Erkrath Thomas Hendele.

Zusammen mit einem Restaurator wurde der alte Lokschuppen wieder aufgebaut. Sogar eine historische Bahnsteighalle aus dem 19. Jahrhundert gehört seit 2012 zum Ensemble des Lokschuppengeländes. Die Pfeiler der Halle konnte Bander aus Köln-Porz retten und ihnen ihre alte Bestimmung an diesem neuen Ort in Hochdahl wiedergeben.

Die Presse bezeichnete im Jahr 2012 Gottfried Banders Stil im Zusammenhang mit seinen Verdiensten um den Lokschuppen liebevoll als „niederbergische Sturköpfigkeit, in Verbindung mit den ihm durch seine Frau und seine Schwiegereltern zugetragenen schwedischen Tugenden Perfektionismus und Gemeinschaftssinn.“

Heute werden der unter Denkmalschutz stehende Lokschuppen und das Außengelände für Veranstaltungen, Konzerte, Ausstellungen, Kongresse, Familienfeiern oder Jubiläen genutzt. Auf dem Gelände ist auch der „Eisenbahn- und Heimatverein“ zu Hause, deren 2. Vorsitzender Gottfried Bander ist.
2006 erhielt Bander für sein Engagement im Eisenbahn- und Heimatmuseum Erkrath-Hochdahl mit dem „Rheinlandtaler“ die Auszeichnung des Landschaftsverbandes Rheinland überreicht.



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