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02.11.2017

Rettungsdienst übt Kindernotfälle an modernen Simulationspuppen

Förderverein Kinderklinik Niederberg spendet an die Bildungsakademie des Kreises


(v.l.) Dr. Erdmuth Schubert, Landrat Thomas Hendele, Andrea Schröder, John Bastian Etti, Dietmar Mayhack, Bodo Keissner-Hesse

KREIS METTMANN. Dank einer großzügigen Spende des Fördervereins Kinderklinik Niederberg e.V. konnte die Bildungsakademie für Gesundheits- und Sozialberufe des Kreises Mettmann jetzt hochkomplexe Kinder- und Säuglingssimulationspuppen mit modernster Technik beschaffen. "Mit diesen Puppen können realistisch Notfälle in der Kinderheilkunde und deren Behandlung praxisnah simuliert werden", freuen sich Dr. Erdmuth Schubert und John Bastian Etti, Dozenten an der Rettungsdienstschule der Bildungsakademie.
Mit drahtloser Fernsteuerung können hier Dozenten nicht nur Vitalparameter, sondern auch Lidschluss, Pupillenreflexe, Hautfarbe und Atmung verändern und so praxisnah Übungssituationen herstellen und die Handlungskompetenz von Rettungskräften trainieren.
"Die Anschaffung dient der Umsetzung des sogenannten 'Skills-Lab-Konzeptes'", so Akademieleiter Bodo Keissner-Hesse. "Das Nachstellen möglichst realitätsnaher beruflicher Herausforderungen liefert den Lernenden das bestmögliche Rüstzeug für die Praxis."
Andrea Schröder, erste Vorsitzende des Fördervereins Kinderklinik Niederberg, und Fördervereins-Beisitzer Dietmar Mayhack machten sich bei einem Besuch in der Bildungsakademie ein Bild von dem anspruchsvollen Schulungskonzept. Andrea Schröder zeigte sich tief beeindruckt, betonte aber auch, wie sehr ihr neben der Schulung der medizinischen Handlungskompetenzen insbesondere auch die Schulung der Kommunikations- und Interaktionsfähigkeit der Rettungskräfte mit den Kindern aber auch mit den Eltern am Herzen liege.
Landrat Thomas Hendele bedankte sich herzlich bei den Vertretern des Vereins für die großzügige Spende, die es nun ermöglicht, die sehr speziellen Herausforderungen bei Notfällen bei Kindern realistisch nachzubilden und die Handlungskompetenzen von Rettungskräften zu schulen.
Weitere Informationen – zum Skills-Lab-Konzept und zum Gesamtprogramm der Bildungsakademie des Kreises Mettmann – gibt es unter www.bildungsakademie-mettmann.de und beim Akademieleiter Bodo Keißner-Hesse sowie beim Bereichskoordinator Rettungsdienst John Bastian Etti, Tel. 02104/14180.

 


Info zum Förderverein Kinderklinik Niederberg e.V.

Der Förderverein wurde 1998 von zwei Velberter Familien gegründet, die beide ein dramatisches Erlebnis mit akut lebensbedrohlichen Situationen ihrer Kinder hatten.
Bei einer Familie ist das Kind leider verstorben, in der zweiten Familie konnte das Kind vom Vater erfolgreich wiederbelebt werden.
Die beiden Familien gründeten daraufhin den Förderverein mit dem Ziel, die Notfallversorgung von Kindern zu verbessern und evtl. einen Kindernotarzt zu etablieren.
In den 18 Jahren seines Bestehens hat der Förderverein Großes geleistet. Die aktiven Mitglieder mit einem über die Jahre unveränderten harten Kern haben in dieser Zeit rund 1,4 Millionen Euro an Spenden gesammelt und erarbeitet. Diese Spenden wurden zu 100 Prozent ihrem satzungsgemäßen Zweck, die Kinderklinik am Klinikum Niederberg zu unterstützen, zugeführt. Die durch ehrenamtliches Engagement geringen Verwaltungskosten wurden aus den Mitgliedsbeiträgen finanziert.
Im Laufe der Jahre wurden Ultraschallgeräte, Beatmungsgeräte, Mütterliegen, Raumausstattungen, aufwändige Untersuchungsgeräte mit neuen Techniken und Renovierungen der Kinderklinik finanziert. Das schöne Ambiente kommt wesentlich auch der Genesung der Kinder und dem guten Arbeitsklima des Kinderteams zugute. Viele Mittel flossen in Ausstattungen, die bei Kindernotfällen eine Verbesserung der Versorgung ermöglichen.
Nach der Privatisierung des Klinikums wurde es dem Förderverein unmöglich, weiter für die Kinderklinik aktiv zu sein.
Mit dem restlichen Vermögen des Fördervereins wurden verschiedene Institutionen, die sich dem Kinderwohl im lokalen Umfeld widmen unterstützt. Hierzu zählt auch die Bildungsakademie Mettmann, die eine zentrale Aufgabe in der Ausbildung und Qualifizierung der Rettungsdienste hat. Für den Schwerpunkt Kindernotfälle – die zwar relativ selten, aber für alle Beteiligten extrem belastende Ereignisse sind – ist es notwendig und sinnvoll, die Ausbildung von Rettungsteams zu intensivieren. Hierfür wurden mit der Spende des Fördervereins an die Bildungsakademie Simulationspuppen mit Computersystem angeschafft mit denen akute lebensbedrohliche Zustände von Säuglingen und Kleinkindern simuliert werden können und die korrekte Hilfestellung durch das Rettungsteam unter Überwachung durch Ausbilder trainiert wird.
Damit ist der Förderverein seiner ursprünglichen Intention treu geblieben.

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Telefax: 02104 / 73 855
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