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24.11.2017

Löwe, Mammut & Co. – Eine Eiszeit-Safari

Neue Sonderausstellung im Neanderthal Museum


Die Ausstellung läuft bis zm 22.April
gefördert durch:

NEANDERTAL. „Löwe, Mammut & Co.“ lautet der Titel der Sonderausstellung, die vom 25. November bis zum 22. April im Neanderthal Museum in Mettmann zu sehen sein ist.
Auf die Ausstellungsbesucher wartet eine Safari ins Europa der letzten Eiszeit. Hier begegnet man den "Big Five" der Eiszeitsteppe: Mammut, Höhlenlöwe, Wollnashorn, Auerochse und Höhlenbär. In den Safari-Lodges lässt sich die Welt der Eiszeit erforschen: In welcher Umwelt lebten Tiere und Menschen? Wie konnten die Menschen überleben? Kommt bald die nächste Eiszeit? Wie unterscheidet sich vom Menschen verursachter Klimawandel von natürlichen Veränderungen?
Die zu erkundende „Mammutsteppe“ dehnte sich in der Eiszeit südlich der Gletschermassen in Europa und Asien aus: eine waldlose Vegetation mit Gräsern, Kräutern und Sträuchern.
Diese endlosen Weiten waren Lebensraum für zahlreiche Großsäuger, wie das wollhaarige Mammut, das Wollnashorn, den Riesenhirsch, den Höhlenbären, den Bison, das Rentier, den Moschusochsen und das Pferd. Für ihre Nahrungsaufnahme mussten diese Tiere weite Wanderungen unternehmen. Ein erwachsenes Mammut musste etwa 180 Kilogramm am Tag fressen, ließ aber auch täglich etwa 100 Kilogramm Kot fallen. Dabei gelangten über den Dung Nährstoffe in die Steppe zurück – ein perfekter Kreislauf. Mit der Erwärmung zum Ende der Eiszeit verloren die meisten Eiszeittiere jedoch ihre Nahrungsgrundlage und verschwanden gemeinsam mit der Mammutsteppe.
Die Mammutsteppe wird im Neanderthal Museum nun wieder zum Leben erweckt: Besucher können bei einem Tag in der Steppe das Fährtenlesen erlernen, bei Nacht den Geschichten am Lagerfeuer lauschen und Archäologen in ihrem Labor besuchen. Für Kinder ist ein Safari-Action-Pack erhältlich, für Erwachsene kann der Besuch mit einem Eiszeitreiseführer und der gratis verfügbaren Ausstellungs-App erweitert werden. Die Filmsequenzen der App zeigen detailreiche, festliche und alltägliche Szenen eiszeitlichen Lebens. Sie wurden mit Schauspielern auf der Schwäbischen Alb gedreht, wo eiszeitliche Höhlen aufgrund ihres reichen Kulturerbes Weltkulturerbe-Status haben.
Für die Eiszeitsafari im Neanderthal Museum wurden die Tiere von führenden Modellbauern Europas, Ramon López i Ayats aus Barcelona und Remie Bakker aus Rotterdam, wieder zum Leben erweckt. Sie erstellten zunächst kleine Miniaturmodelle, um die Position und den Ausdruck des Tiers zu bestimmen. Knochenfunde, Höhlenmalereien und seltene Funde von gefrorenen Eiszeittieren aus Sibirien ermöglichen es, das Aussehen zu rekonstruieren. Anschließend modellierten die Bildhauer eine täuschend echte Figur des Tieres. Diese wurde dann mit Kunstharz oder Silikon abgegossen und nochmals in zahlreichen Arbeitsschritten nachbehandelt. Die dichte Behaarung einiger Tiere wurde sogar einzeln eingestochen!
Glücklicherweise sind die meisten Tiere innen hohl, denn das Gewicht eines „echten“ Mammuts wäre für den Museumsboden zu schwer.
Entstanden ist die Ausstellung in Kooperation mit den Reiss-Engelhorn-Museen, Mannheim.
Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm mit In- und Outdoorführungen, Abend-Events mit Lagerfeuer und Ice-Age-Bar, Eiszeit-Dinner, Taschenlampenführungen, Kinder-Mammutnacht und Eiszeit-Geburtstagen.
Bereits am Sonntag (26. November) gibt es um 11 Uhr eine Kuratorenführung (3 Euro zzgl. Eintritt). Für Lehrer gibt es am 30. November um 14 Uhr einen kostenfreien Exklusivrundgang (Anmeldung unter buchung@neanderthal.de ).
Das komplette Begleitprogramm ist auf der Museums-Homepage www.neanderthal.de  abrufbar.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e-Mail: museum@neanderthal.de Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 9 Euro für die Dauerausstellung (inkl. Neanderthaler-Fundort), 7 Euro für die Sonderausstellung, Kombiticket 11 Euro. Ermäßigungen für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.
Partner der www.erlebnismuseen.de

Herausgeber:
Pressestelle des Kreises Mettmann
Telefon: 02104 / 99 1074
Telefax: 02104 / 73 855
Mail: presse@kreis-mettmann.de

 

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