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Psychomotorische Förderung zeigt Wirkung

Gesunde Entwicklung von Kindern fördern
KREIS METTMANN. Mit dem Projekt LOTT JONN ergreift die Kreisverwaltung weiter Initiative für die Kinder- und Jugendgesundheit. Ein Modul des Projekts heißt „stark und gesund“. Es ist ein psychomotorisches Förderangebot für Kindergartenkinder im Alter zwischen vier und sechs. Seit 2010 werden damit durch Bewegung und Wahrnehmungsübungen Konzentration, Sozialverhalten, körperliche Koordination auch das Selbstbewusstsein und die seelisch-emotionale Entwicklung der Kinder gefördert.
Bettina Winkler, „stark und gesund“-Kursleiterin in Mettmann, sagte jetzt  während einer Übungsstunde: „Hier lernen die Kinder, dass sie viel mehr können als sie sich zutrauen. Die Freude über ihre kleineren und größeren Erfolge und am gemeinsamen Spiel stärkt ihr Selbstvertrauen und führt damit meist zu einer deutlichen motorischen Weiterentwicklung. Das zu sehen, macht mir große Freude.“ Mit einer Geschichte um Tiere, die sich für eine Olympiade fit machen, motiviert sie die Kinder, kleine Aufgaben zu lösen, etwa ein Tier darzustellen, das die anderen erraten müssen. Immer wieder läuft dazu Musik, die Kinder rennen, hopsen und springen. Im zweiten Teil der Trainingsstunde können sie in der Halle an der Neanderstraße alles ausprobieren, was ihnen Freude macht. An Seilen durch den Raum schwingen, auf einem Balken balancieren, über kleine Hürden springen oder mit quietschendem Lachen auf dem Trampolin durch die Luft sausen gehören dazu. Winter sagt: „Manche Kinder haben am Anfang des Kurses kaum ein Wort herausgebracht, waren sehr schüchtern und hatten motorische Probleme. Das ist jetzt ganz anders und macht mich stolz auf die vielen Fortschritte, die sie gemacht haben.“
Der Hintergrund des Projekts: Sowohl die Erzieher in den Kindergärten als auch die Kinder- und Jugendärzte des Kreisgesundheitsamtes beobachten, dass immer mehr Kinder in wichtigen Entwicklungsbereichen wie etwa der Bewegungsmotorik, der Wahrnehmung und dem Sozialverhalten beeinträchtigt sind. Kinder aus sozial benachteiligten Familien sind häufiger betroffen als andere.  Häufig fehlen psychomotorische Angebote mit qualifiziertem Hintergrund für Kinder, die auffällig, aber noch nicht therapiebedürftig sind. Das Kreisgesundheitsamt mit der Koordinierungsstelle LOTT JONN und den Ärzten des Kinder- und Jugendgesundheitsdienstes will helfen, diese Lücke zu schließen. In Kooperation mit Sportvereinen, Kindertageseinrichtungen, Schulen, dem Kreissportbund und den Eltern werden in den Städten des Kreises, in den Angebote fehlen, psychomotorische Fördergruppen aufgebaut und dauerhaft angeboten. Begonnen wurde vor zwei Jahren in Mettmann und Erkrath mit je einer zehn Kinder starken Gruppe. Heute sind insgesamt vier Gruppen in Mettmann, Erkrath, Ratingen und Wülfrath aktiv. Jedes bisher teilnehmende Kind hat seine motorischen und sozialen Fähigkeiten verbessert. Auffälligkeiten haben sich vermindert. Das sind klare positive Ergebnisse. Vor allem der nicht leistungsorientierte Charakter des Angebotes schafft laut Heide Förster von der Koordinierungsstelle LOTT JONN für Kinder, die häufig Misserfolge einstecken mussten, ein positives Klima.
Auch Sandra Pietschmann vom LOTT-JONN-Kooperationspartner Sportverein me-sport e.V. bewertet die Zusammenarbeit mit dem Kreisgesundheitsamt positiv: „Sie ist aus meiner Sicht ein Gewinn für alle. Auf diesem Weg gelingt es uns, Kinder für Bewegung, Spiel und Sport zu begeistern, die wir sonst nicht erreichen würden. Besonders schön ist, dass wir künftig im Rahmen der Kooperation weitere Förderangebote durchführen können, um noch mehr Kita-Kindern den Zugang zu psychomotorischer Förderung zu ermöglichen.“ Ab dem Herbst will der Sportverein einen weiteren psychomotorischen Kurs anbieten.
Die Rückmeldungen aus Kindertageseinrichtungen und Grundschulen  zeigen, dass spezifische psychomotorische Angebote und eine Weiterentwicklung von „stark und gesund“ unbedingt notwendig sind. Wunsch des Kreisgesundheitsamtes ist es, das Angebot kreisweit auszubauen und koordinierend zu begleiten.
Weitere Informationen zum Projekt gibt es im Netz unter www.lott-jonn-kme.de sowie bei Frau Förster unter 02104 – 99 22 99 oder per Email heide.foerster@kreis-mettmann.de.
 
Psychomotorik
Die Psychomotorik geht von dem engen Wechselspiel zwischen geistig seelischen und körperlich-motorischen Prozessen aus und wirkt über das Medium Bewegung persönlichkeitsbildend. Sie beeinflusst mit ihrem ganzheitlichen Ansatz durch spezielle Intervention die Entwicklungsförderung bei Kindern und Jugendlichen positiv. Die psychomotorische Förderung umfasst neben Bewegung und Wahrnehmung vor allem auch die gesunde seelisch-emotionale Entwicklung.


 

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