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Entwicklungsförderung durch „Marte Meo“

Fortbildung des Kreisgesundheitsamtes
KREIS METTMANN. Bindungsbelastung und Entwicklungsförderung bei Kindern psychisch kranker Eltern war das Thema einer Fortbildungsveranstaltung, die jetzt im Ärztehaus des St. Marienkrankenhauses in Ratingen stattfand. Eingeladen hatte das Gesundheitsamt des Kreises Mettmann auf Initiative einer durch die Gesundheits- und Pflegekonferenz gebildeten Arbeitsgruppe zum Thema seelische Gesundheit in Ratingen. Mehr als 50 Kinderärzte und Gynäkologen mit ihren Fachangestellten sowie die vor Ort tätigen Hebammen nahmen an der Veranstaltung im Ärztezentrum teil. Die Veranstaltung sollte die Teilnehmer in ihrer Sensibilität in der Beobachtung stärken und die möglichen Hilfsangebote verdeutlichen. Psychische Erkrankungen führen nicht selten zu einer schweren Beeinträchtigung des familiären Zusammenlebens. Das frühzeitige Erkennen psychischer Verhaltensauffälligkeiten von Eltern bildet die Voraussetzung dafür, dass den betroffenen Familien geeignete Hilfen zur Verfügung gestellt werden können. Dr. Michael Hipp, Psychiater im Sozialpsychiatrischen Dienst des Kreises, stellte in seinem Vortrag „Einfluss psychischer Erkrankungen auf die Interaktion von Eltern mit ihrem Kind und die damit verbundenen frühkindlichen Entwicklungsrisiken“ die Auswirkungen psychischer Störungen auf die Erziehungskompetenz der Eltern dar. Monika Thiel, Marte-Meo-Supervisorin, zeigte in Ihrem Vortrag auf, wie Entwicklungsförderung durch den Einsatz von Marte Meo erfolgen kann. Die Erziehungsmethode Marte Meo ist eines der wenigen Instrumente, mit denen psychisch kranke Eltern erreicht und Veränderungen des Erziehungsverhaltens erzielt werden können. Marte Meo bedeutet "aus eigener Kraft" und ist ein in den 1970er Jahren von Maria Aarts in den Niederlanden entwickeltes Beratungskonzept. Es setzt bei bereits vorhandenen Fähigkeiten von Eltern an und verknüpft Videosequenzen mit Informationen über Kommunikationsmuster und kindliche Entwicklung. Die Methode vermittelt praktische Kenntnisse darüber, wie Entwicklungsprozesse im Alltag angeregt und unterstützt werden können. Marte Meo soll bei den Kindern unter anderem Anregung und Förderung von Sprache, Entwicklung des Selbstwertgefühles, Training des Kooperationsverhaltens, Erhöhung der Konzentration und Ausdauer sowie Förderung des Miteinanders bewirken. Die Vorführung entsprechender Videosequenzen demonstrierte den Fortbildungsteilnehmern die positive Wirkung der Methode. Alle Teilnehmer sprachen sich für eine Vertiefung des Themas aus, so dass eine weitere Fortbildung im Herbst geplant wird.


 

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