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Spuren eiszeitlicher Besiedelung in der Bilderhöhle Cueva Ardales  
Team des Neanderthal Museums forscht in Andalusien 

NEANDERTAL/ARDALES. Ein Forschungsteam des Neanderthal Museums ist soeben aus Südspanien zurückgekehrt. Im Rahmen des an der Universität Köln angesiedelten Sonderforschungsbereiches „Our Way to Europe“ hat das Neanderthal Museum unter Leitung von Prof. Gerd-Christian Weniger in Kooperation mit der Universität Cádiz und dem Consorcio Guadalteba Untersuchungen in der Cueva Ardales durchgeführt. Die Höhle gehört zu den wichtigsten eiszeitlichen Bilderhöhlen im Süden der Iberischen Halbinsel.
Entdeckt wurde die Höhle erst 1821, als sich nach einem Erbeben eine Spalte im Hang öffnete und der Zugang zur Höhle möglich wurde. Bis zu diesem Zeitpunkt war sie mehrere Jahrtausende durch Sedimente verschlossen gewesen, so dass Reste der steinzeitlichen Besiedlung im Inneren versiegelt waren. Um 1860 wurde ein Teil der Höhle touristisch erschlossen, bereits 1896 geriet sie jedoch wieder in Vergessenheit. Erste Höhlenmalereien wurden dann 1918 durch Henri Breuil entdeckt.
Heute dürfen maximal 1.000 Personen die Höhle pro Jahr besuchen. Bisher durfte nur die Wandkunst untersucht werden. Das deutsch-spanische Team konnte nun erstmals in der Höhle Ausgrabungen durchführen. Viele Spuren der eiszeitlichen Besiedler liegen direkt an der Oberfläche oder sind nur von einer dünnen Sinterschicht überdeckt. Durch den Einsatz von Georadar und mittels Bohrungen wurde der Eingangsbereich untersucht. Dabei konnten mehrere Besiedlungsphasen erkannt werden. Außerdem bestätigte sich die Existenz eines zweiten Eingangs zu einem weiteren verschütteten Höhlensystem mit Wandkunst. Die Cueva Ardales gehört damit zu einer kleinen, handverlesenen Gruppe von Höhlen in Europa, in der eiszeitliche Oberflächen mit Siedlungsspuren des Menschen erhalten sind.
Am Neanderthal Museum wurde in den vergangenen Jahren durch Untersuchungen der Volp-Höhlen in Südfrankreich ein Modell entwickelt, mit der die menschlichen Aktivitäten in eiszeitlichen Bilderhöhlen besser verstanden werden können. Dieses Modell soll nun auch in Ardales zur Anwendung kommen. Daher ist für 2012 die nächste Kampagne gemeinsam mit den spanischen Kooperationspartnern geplant.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e-Mail: museum@neanderthal.de; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 9 Euro für die Dauerausstellung (inkl. Neanderthaler-Fundort), 7 Euro für die Sonderausstellung, Kombiticket 11 Euro. Ermäßigungen für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.
Partner der www.erlebnismuseen.de

 

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