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Woche der seelischen Gesundheit  
Zu viel Arbeit macht krank - zu wenig aber auch  

KREIS METTMANN. Rund um den Welttag der Seelischen Gesundheit am 10. Oktober findet auch in diesem Jahr eine bundesweite Woche der Seelischen Gesundheit statt. Der Welttag der Seelischen Gesundheit wurde 1992 von der World Federation für Mental Health mit Unterstützung der Weltgesundheitsorganisation (WHO) ins Leben gerufen, um auf die Belange von Menschen mit psychischen Erkrankungen aufmerksam machen.
Der Gemeindepsychiatrische Verbund (GPV), ein Zusammenschluss der im Bereich der psychiatrischen Versorgung und Suchthilfe tätigen Träger im Kreis Mettmann, greift im Rahmen dieser Woche ein brandaktuelles Thema auf:
Nach dem Gesundheitsreport der Deutsche Angestellten-Krankenkasse (DAK) 2009 zeigt sich, dass der Anteil der Fehltage aufgrund psychischer Erkrankungen bei den Arbeitnehmern im Jahr 2008 erneut zugenommen hat und mittlerweile bei 10,6 Prozent liegt. Insbesondere bei der Gruppe der 20-29-jährigen Arbeitnehmer ist der Anteil der psychischen Erkrankungen in den vergangenen zwölf Jahren überproportional gestiegen. Dort hat sich die Anzahl der psychischen Erkrankungen mehr als verdoppelt.
Doch nicht nur zu viel, sondern auch zu wenig Arbeit macht krank. Gesundheitliche Einschränkungen von Arbeitslosen zählen zu den wichtigsten Hemmfaktoren für die Wiedereingliederung in den Arbeitsmarkt. Arbeitslose weisen im Vergleich zu Beschäftigten einen deutlich schlechteren Gesundheitszustand, ein ungünstigeres Gesundheitsverhalten und einen erhöhten Suchtmittelkonsum auf.
Gesundheitsberichte diverser Krankenkassen bestätigen eine deutlich höhere Belastung von Arbeitslosen durch psychische und Verhaltensstörungen mit daraus resultierenden Krankschreibungen, Krankenhausbehandlungen sowie Arzneimittelverordnungen. Gemäß den Angaben der BKK weisen sie etwa doppelt so hohe Fehlzeiten aufgrund psychischer Erkrankungen auf wie die berufstätigen Versicherten. Die Techniker-Krankenkasse dokumentiert für Arbeitslose sogar etwa 3,5-mal so viele Arbeitsunfähigkeitstage wie für Berufstätige.
Zudem werden Arbeitslose von den herkömmlichen Angeboten zur Prävention und Gesundheitsförderung kaum erreicht.
Um über die Thematik zu informieren, präsentiert sich der GPV anlässlich der Woche der seelischen Gesundheit mit seinen Mitgliedern und Hilfsangeboten am Mittwoch, 6. Oktober, 9.00 bis 13.00 Uhr auf dem Wochenmarkt (Jubiläumsplatz) in Mettmann und am Donnerstag, 7. Oktober, 11.00 bis 16.00 Uhr in der Fußgängerzone (an der Hauptsparkasse, Friedrichstraße 181) in Velbert.

Herausgeber:
Pressestelle des Kreises Mettmann

Mail: Presse@kreis-mettmann.de

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