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Vortrag im Neanderthal Museum    
Strafe und "arme Sünder" im Mittelalter und in früher Neuzeit    

NEANDERTAL. Im Rahmen der Sonderausstellung "Galgen, Rad und Scheiterhaufen – Einblicke in Orte des Grauens" (zu sehen bis 27. Juni), veranstaltet das Neanderthal Museum in Mettmann eine Vortragsreihe, die unterschiedliche Aspekte mittelalterlicher und frühneuzeitlicher Justiz beleuchtet.
Am Mittwoch, 28. April, ist Dr. Stephanie Marra, bibliothekarische Fachreferentin und Archivleiterin der Technischen Universität Dortmund, mit ihrem Vortrag "Mit den Waffen der Justiz: Strafen und 'arme Sünder' in Mittelalter und Früher Neuzeit" im Neandertal zu Gast. Es geht um Delikte und Strafen, um die Opfer und Täter, um Verbrechen und Vergehen unterschiedlichster Natur, sozialschädigende, religiöse und sittlich-moralische.
Die Abscheulichkeit einer Tat sollte sich immer auch in ihrer Bestrafung widerspiegeln. Dazu bot das Strafrechtssystem des Mittelalters und vor allem der Frühen Neuzeit einen umfangreichen und stark ausdifferenzierten Katalog an Schand-, Leib- und Todesstrafen an. Auf die Höhe des Strafmaßes hatten letztlich aber auch soziale Komponenten einen nicht unerheblichen Einfluss. So konnten Alter, Geschlecht, Herkunft, Stand und Status eines "armen Sünders" die Strafe verstärken, aber auch abmildern.
Unser Blick auf das damalige Strafsystem muss in Teilen revidiert werden. So waren die als besonders grausam geltenden Hinrichtungsstrafen tatsächlich so genannte Exempel, die eine abschreckende und erzieherische Wirkung auf die Zeitgenossen haben sollten. Wesentlich häufiger kamen hingegen bis weit in das 17. Jahrhundert Ehr- und Folterstrafen zum Einsatz, während ab dem 18. Jahrhundert verstärkt Gefängnis- und Verbannungsstrafen verhängt wurden.
Der Vortrag "Mit den Waffen der Justiz" am Mittwoch, 28. April, im Neanderthal Museum beginnt um 19 Uhr. Karten gibt es für 5 Euro im Vorverkauf an der Museumskasse. Auf Wunsch ist auch Postversand möglich (zzgl. 4,90 Euro Versandkosten), Kartenbestellung unter Tel. 02104/979712 oder E-Mail schiller@neanderthal.de.
Vormerken sollte man sich schon jetzt den 9. Juni: Dann nämlich werden zum Abschluss der Vortragsreihe Dr. Jan Graefe, Jana Hugler und Claudia Pingel vom Neanderthal Museum die Erkenntnisse aus ihrem "Scheiterhaufenexperiment" vorstellen.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e-Mail: museum@neanderthal.de; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 9 Euro für die Dauerausstellung (inkl. Neanderthaler-Fundort), 7 Euro für die Sonderausstellung, Kombiticket 11 Euro. Ermäßigungen für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.
Partner der www.erlebnismuseen.de

 

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