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Wirtschaftsförderung des Kreises ist regionales Projektbüro  
Drei Geschäftsfrauen mit dem "Unternehmerinnenbrief NRW" ausgezeichnet  

KREIS METTMANN. Bereits 45 Unternehmerinnenbriefe wurden in den vergangenen sieben Jahren an Gründerinnen in der Region Rhein-Wupper (Kreis Mettmann, Düsseldorf, Wuppertal, Remscheid, Solingen) vergeben. Bei einer weiteren Auswahlrunde in der Region haben jetzt erneut drei Existenzgründerinnen den Unternehmerinnenbrief erhalten. Landrat Thomas Hendele überreichte am Dienstagabend anerkennend die Zertifikate an die beiden Schwestern Anne Pauli und Birgit Schmitz-Pauli mit ihrem Tischwäscheservice (mangelware GmbH) aus Hilden und an die innovative 3D-Druck-Spezialistin Petra Fastermann (Fasterpoly GmbH) aus Düsseldorf.
"Den Brief bekommt keine, die nicht wirklich gut ist", betonte Hendele. "Sie sind gut und stehen damit für den Typus Unternehmerin, der einen stetig wachsenden Teil der regionalen Wirtschaft für sich in Anspruch nimmt – zu Recht und mit großem Erfolg!"
Seit inzwischen fünf Jahren koordiniert der Kreis Mettmann die Initiative "Unternehmerinnenbrief NRW" für die gesamte Region Rhein-Wupper.
Der "Unternehmerinnenbrief NRW" ist eine Initiative des Landesministeriums für Gesundheit, Emanzipation, Pflege und Alter und richtet sich an Gründerinnen, die mit einem konkreten Vorhaben in die Selbstständigkeit starten wollen sowie an Unternehmerinnen, die mit ihrem Betrieb wachsen wollen.
Dabei erhalten Unternehmerinnen und Gründerinnen die Gelegenheit, ihr Gründungs- oder Wachstumskonzept einem Expertenteam, das sich aus Fachleuten der Kammern, Banken, Wirtschaft und Beratungsinstitutionen zusammensetzt, vorzustellen. Diese Fachleute erwarten nicht nur ausführliche, schriftliche Bewerbungsunterlagen, sondern machen sich auch ein Bild von der Person der Unternehmerin und ihrem Vorhaben, indem sie die Bewerberin zu einer Präsentation ihrer Geschäftsidee einladen.
Im Gegenzug erhalten die Unternehmerinnen eine fundierte Beurteilung der Finanzierung, Wirtschaftlichkeit und Marktfähigkeit ihres Konzeptes. Bei erfolgreichem Verlauf des Verfahrens erhalten die Bewerberinnen ein “Qualitätssiegel”, das ihrem Unternehmen Aussicht auf Erfolg bescheinigt und damit nicht zuletzt auch bei Verhandlungen hilfreich sein kann.
"Der U-Brief ist eine vorzeigbare Referenz bei Kreditgesprächen, in der Akquisition, im Kundenkontakt und für die Werbung", bestätigt Nicole Faber-Zisselmar vom bei der Wirtschaftsförderung des Kreises Mettmann angesiedelten regionalen Projektbüro Rhein-Wupper.
Darüber hinaus erhalten die zertifizierten Gründerinnen und Unternehmerinnen eine erfahrene Unternehmerin oder einen Unternehmer als Paten für den Zeitraum von einem Jahr zur Seite gestellt, der sie bei ihrem Vorhaben begleitet.
Die Bewerbungsfrist zum nächsten Auswahlverfahren für den Unternehmerinnenbrief in der Region Rhein-Wupper läuft bis Mai 2012. Existenzgründerinnen und Unternehmerinnen aus der Region sind aufgefordert, sich zu bewerben. Infos und Bewerbungsunterlagen gibt es unter www.unternehmerinnenbrief.de und beim Regionalen Projektbüro Rhein-Wupper, Kreis Mettmann, Wirtschaftsförderung, Tel. 02104/992613, Email: unternehmerinnenbrief@kreis-mettmann.de .

Landrat Thomas Hendele mit den ausgezeichneten Unternehmerinnen (v.l.): Birgit Schmitz-Pauli, Anne Pauli, Petra Fastermann



Infos zu den aktuell ausgezeichneten Unternehmerinnen:

Qualität deckt den Tisch
Anne Pauli und Birgit Schmitz-Pauli, mangelware GmbH, Hilden

"Tischwäsche ist ein Aushängeschild", sagt Birgit Schmitz-Pauli. Ob im Hotel, beim Caterer oder bei einer privaten Feier – ein schönes und gepflegtes Tischtuch macht Eindruck und schafft Atmosphäre. Tischwäsche und Tischkultur sind die Leidenschaft von Anne Pauli und Birgit Schmitz-Pauli.
Seit dem Frühjahr 2011 bitten die Schwestern in ihrem Unternehmen zu Tisch. Mit der mangelware GmbH haben sie sich in Hilden auf den Verleih und die Reinigung von Tischwäsche spezialisiert.
Seit 20 Jahren arbeiten die beiden gemeinsam in der Branche, zuletzt in Leitungsfunktionen in Großwäschereien. Anne Pauli, Diplom-Ingenieurin für Textil und Bekleidung und Textilreinigermeisterin, war Produktionsleiterin, die Industriekauffrau Birgit Schmitz-Pauli Betriebsleiterin und Prokuristin. Sie kennen die Branche und haben ihre Entwicklung auch mit Sorge betrachtet, den Trend zur Quantität statt Qualität. Wo Wäsche aus Krankenhäusern und Hotels in großen Mengen angeliefert und verarbeitet wird, da werde nicht mehr bei jeder Tischdecke und Serviette mit der notwendigen Sorgfältigkeit gearbeitet. "Tischwäsche ist in den Großwäschereien eher ein Stiefkind", sagt Anne Pauli. Das wollen die beiden anders machen.
"Die Idee der Selbstständigkeit kreiste schon immer in unserem Kopf", sagt Anne Pauli. Zwei Jahre lang konkretisiert sich diese Idee, die konkrete Planung startete dann 2010. Nach einer eingehenden Marktanalyse und der detaillierten Arbeit am Businessplan stand für die beiden fest: "Die Spezialisierung auf die Tischwäsche ist unsere Nische." Am Standort Hilden finden die beiden den breiten Branchenmix und die Kaufkraft, die sie für ihren Betrieb brauchen. Denn Tischwäsche ist längst nicht nur ein Thema für Gastronomie und Hotellerie. "Die Leute haben zu Hause ein Sammelsurium", lacht Anne Pauli. "Man hat ja keine Aussteuer mehr." Für eine Feier reichen die Tischdecken im Schrank meistens nicht aus. Aber auch Unternehmen, die Jubiläen oder Empfänge veranstalten, Vereine oder kommunale Einrichtungen haben immer wieder Anlässe, wo Gäste stilvoll bewirtet werden sollen.
Bei der mangelware steht der Verleih von Damast-Tischdecken, Mundservietten und Hussen für Stehtische im Vordergrund, ergänzt wird das Sortiment von Kerzen und Gläsern im Verkauf. Und: Mit einer eigenen kleinen Wäscherei können sie die Qualität auf den Tisch bringen, die sie sich vorstellen. Ein professioneller Service für Lohnwäsche und die Möglichkeit, Privatwäsche mangeln zu lassen, rundet das Angebot ab. Die Bank davon zu überzeugen, das Vorhaben zu finanzieren, war zunächst jedoch nicht leicht. "Kaufmännisch und mit unserem Businessplan haben wir überzeugt", sagt Birgit Schmitz-Pauli, "aber mit dem Geschäftsbereich und der Spezialisierung auf Tischwäsche konnten die Bankberater zunächst nichts anfangen." Der entscheidende Erfolgsfaktor, das zeigen schon die ersten Monate: Nicht auf die Großwäschereien schielen und sich nicht über den Preis messen.
Tischwäsche ist ein Aushängeschild. Das soll es auch für das junge Unternehmen sein. Es ist eine schöne Bestätigung der Strategie, wenn ein örtliches Hotel seine Bettwäsche zwar von einer Großwäscherei reinigen lässt, die Tischwäsche aber zur mangelware bringt – und für die Qualität einen höheren Preis zahlt. "Es ist genauso geworden, wie wir uns das vorgestellt haben", sagt Anne Pauli und erzählt, wie schön es ist, vom Duft frischer Wäsche empfangen zu werden. "Wir gehen jeden Tag freudig zur Arbeit."
Kontakt:
mangelware GmbH, Hofstraße 127, 40723 Hilden
Fon 02103-2481137, Mobil 0177-3784607
mangelware-pauli@t-online.dewww.mangelware-pauli.de


"Jeder kann zum Hersteller werden"
Petra Fastermann, fasterpoly GmbH, Düsseldorf

Die Mülltonnen sind ein absoluter Verkaufsschlager. Dabei waren die centgroßen Kunststoffbehälter eigentlich nur zur Übung da. Jetzt bauen die Liebhaber von Modelleisenbahnen das ganze Set moderner Mülltonnen an ihren Strecken auf. Die Fasterpoly-Produkte von Petra Fastermann haben dabei eine Besonderheit: Sie kommen aus dem Drucker.
3D-Druck heißt die Technologie der Zukunft, auf der Petra Fastermanns Gründungsidee basiert. Die Technik funktioniert so: Auf Basis einer dreidimensionalen CAD-Zeichnung, die am Computer erstellt wird, wird das Modell Schicht für Schicht aus Kunststoff "gedruckt", das zunächst flüssige Material wird auf eine Platte gesetzt, UV-Licht sorgt für die entsprechende Härtung. Die Faszination dieser Technik erschließt sich, wenn Petra Fastermann zu erzählen beginnt, was sich mit einem 3D-Drucker alles produzieren lassen könnte: Ersatzteile für Maschinen ließen sich ebenso einfach anhand einer Zeichnung nachdrucken wie Gegenstände für den alltäglichen Gebrauch oder Schmuckstücke. Im medizinischen Bereich könne man in absehbarer Zeit aus körpereigenen Zellen Haut z.B. für Brandopfer drucken, auch Zahnersatz lasse sich bereits heute so viel effizienter herstellen. "Das ist eine technische Revolution, vergleichbar mit der Industrialisierung im 18. Jahrhundert."
Ein Artikel im Economist hatte die Unternehmensberaterin und Redakteurin neugierig gemacht. Als sie im Jahr 2009 im Zuge der Wirtschaftskrise ihren Job als Schlussredakteurin bei einer Unternehmensberatung verloren hatte, wollte sie etwas ganz Neues anfangen. Im 3D-Druck erkannte sie vor allem für die Zielgruppe der Endverbraucher ein großes Potenzial. Der ursprüngliche Plan: "Die Leute schicken mir ihre Ideen und ich drucke sie aus." Dieses Angebot nutzen heute eher Unternehmen, die ihre Prototypen bei Fasterpoly drucken lassen.
Die Privatkunden haben an den Übungs-Tonnen und den vielen anderen Kleinigkeiten für den Modellbau von Petra Fastermann Gefallen gefunden. In der Nische Modellbau hat sie sich hier innerhalb weniger Monate mit Fasterpoly einen Namen gemacht. Bei der Organisation der PR helfen der ehemaligen Redakteurin ihre Branchenkenntnis und ihre Kontakte. Berichte über Produktneuheiten aus ihrer Werkstatt sorgen in Fachzeitschriften für die nötige Aufmerksamkeit, beim Besuch von Messen und Modellbau-Treffen erfährt sie im direkten Kontakt, was bei der Zielgruppe ankommt. So hat sie auch Hersteller auf sich aufmerksam gemacht, die kleine Serien bei ihr drucken lassen. "Das ist das Faszinierende an dieser Technik", sagt die Unternehmerin. "Jeder kann zum Erfinder und zum Hersteller werden."
Und auch da zeigt sich wieder die Redakteurin, die nicht nur gute Produkte machen, sondern auch deren Geschichte erzählen will. Petra Fastermann hält Vorträge über die 3D-Druck-Technik. Sie überlegt nun, ein Buch über 3D-Druck zu schreiben, um Menschen, die wie sie neugierig sind und sich an die Technik heranarbeiten wollen, eine Einführung zu geben. "Den Modellbau-Markt habe ich gut erschlossen", sagt Petra Fastermann. "Jetzt kann ich mich stärker darauf konzentrieren, das Verfahren selbst bekannter zu machen. Denn diese Drucker werden Wirtschaftsrevolutionäre sein."
Kontakt:
Fasterpoly GmbH, Hermann-Harry-Schmitz-Str. 23, 40227 Düsseldorf
Tel. 0211-41743828-0, Fax 0211-41743828-9
kontakt@fasterpoly.de,

 

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