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erstellt am: 12.12.2011

 

Gefahrenquellen erkennen und entschärfen  
Kommission nimmt Unfallhäufungsstellen ins Visier  

KREIS METTMANN. Im November hat die Unfallkommission des Kreises Mettmann eine ganze Reihe von Örtlichkeiten im Kreisgebiet, an denen es im Laufe des vorigen Jahres vermehrt zu Verkehrsunfällen kam, näher ins Visier genommen.
Ziel dieser örtlichen Unfalluntersuchung ist die Verhinderung von Straßenverkehrsunfällen und damit die Erhöhung der Verkehrssicherheit. Mit ortsbezogenen Auswertungen von Straßenverkehrsunfällen sollen Unfallhäufungsstellen im Straßennetz frühzeitig erkannt und Zusammenhänge zwischen dem Unfallgeschehen und baulichen und/oder verkehrlichen Gegebenheiten des Unfallortes einschließlich seiner Umgebung festgestellt werden.
Das Ergebnis der örtlichen Unfalluntersuchung dient den Straßenverkehrsbehörden für verkehrsregelnde und -lenkende Maßnahmen sowie für Maßnahmen der Verkehrsüberwachung, den Polizeibehörden für Maßnahmen der Verkehrssicherheitsberatung und Verkehrsüberwachung und den Straßenbaubehörden für straßenbauliche Maßnahmen.
Die örtliche Unfalluntersuchung und damit die Arbeit der Unfallkommission ist eine gemeinsame Aufgabe von Straßenverkehrs-, Polizei- und Straßenbaubehörden. Demzufolge gehören der Unfallkommission alle kreisangehörigen Städte, die Kreispolizeibehörde, der Landesbetrieb Straßen NRW und der Kreis Mettmann an. Den Vorsitz hat die Abteilung Verkehrssicherheit des Kreises Mettmann.
Die beteiligten Behörden arbeiten eng zusammen. Dabei sind sie an die gemeinsamen Beschlüsse der Unfallkommission gebunden und zur zeitnahen Umsetzung der beschlossenen Maßnahmen verpflichtet.

Nachfolgend die Liste der als Unfallhäufungsstellen festgestellten Örtlichkeiten einschließlich der von der Unfallkommission beschlossenen Maßnahmen – nach Städten sortiert:

Erkrath:

K 12/Hubbelrather Weg
Im Jahr 2010 ereigneten sich auf der K 12 im Kurvenbereich Höhe Eisenbahnbrücke insgesamt sieben Unfälle, davon fünf Unfälle bei Nässe. Das Hinweisschild auf die Kurvigkeit ist nach Einschätzung der Unfallkommission zu weit von der Problemstelle entfernt. Es ist denkbar, dass der Verkehrsteilnehmer den Hinweis auf die kommende Kurvigkeit vor der Problemstelle bereits wieder vergessen und seine Fahrweise nicht angepasst hat. Daher wird das Verkehrszeichen „Kurve“ vor Gut Jägerhof entfernt und näher vor dem Unfallbereich wieder aufgestellt.


Hilden:

Berliner Straße (B 228)/Gerresheimer Straße (L 404)/Schwanenstraße
Die Unfallkommission ist sich bewusst, dass der fragliche Kreuzungsbereich einer sehr hohen Verkehrsbelastung unterliegt. Im Jahr 2010 wurden im gesamten Kreuzungsbereich sechzehn Unfälle gemeldet – allerdings mit vollkommen unterschiedlichen Bewegungsrichtungen. Die Unfallkommission sieht daher aufgrund der unterschiedlichen Unfälle nur wenig Handlungsspielraum. Festgehalten wurde allerdings, dass die verblassten Markierungen an der Kreuzung zur besseren Erkennbarkeit aufzufrischen sind. Zudem ist ein Blendschutz an einer Ampel zur Überquerung der Berliner Straße zu erneuern.

Ellerstraße (L 85)/Immermannstraße/Körnerstraße
Es ereigneten sich in 2010 drei Unfälle mit leichtverletzten Personen und Sachschaden bei ausgeschalteter/defekter Ampel. Da die Ampel wieder in Betrieb bzw. repariert ist, sind keine weiteren Maßnahmen erforderlich.


Langenfeld:

Haus-Gravener-Straße (K 9)/Augustastraße/Hüsgen
Hier gab es im Jahr 2010 drei Unfälle. Bei einem der Unfälle wurde ein Radfahrer, der entgegen der Fahrtrichtung auf dem kombinierten Geh-/Radweg der K 9 fuhr. leicht verletzt. Die Unfallkommission hat daraufhin beschlossen, das Stoppschild an der Augustastraße zu erneuern, damit der Kraftfahrer wieder deutlicher auf seine Haltpflicht hingewiesen wird und sich bei Wahrnehmung der Haltpflicht dann besser auch auf falsch fahrende Radfahrer einstellen kann. Die Stadt Langenfeld hat der Unfallkommission mitgeteilt, dass die Benutzungspflicht der Radwege auf der Haus-Gravener-Straße aufgehoben werden soll.

Hildener Straße (L 403)/Annastraße/ Kaiserstraße
Es ereigneten sich im Jahr 2010 insgesamt 17 Unfälle, davon acht Auffahrunfälle vor der Haltlinie für die Rechtsabbieger aus der Hildener Straße. Auf Beschluss der Unfallkommission wird der Landesbetrieb Straßen NRW einen Markierungsplan erstellen, welcher die Kraftfahrzeuge aus der Hildener Straße, an der Annastraße vorbei, möglichst rechtwinklig auf die querende Hildener Straße führt. Damit sollen überhastetes Abbiegen und daraus resultierende Bremsmanöver mit Auffahrunfällen vermieden werden. Zudem soll durch den Landesbetrieb Straßen NRW im fraglichen Bereich die Rüttelmarkierung erneuert werden.

Winkelsweg (L 353)/Richrather Straße
Hier kam es in 2010 verteilt auf drei Kreuzungseinfahrten zu insgesamt fünfzehn Unfällen mit einem Schwerverletzten und sieben leichtverletzten Personen. Die Unfallkommission ging hier u. a. dem Hinweis eines Unfallbeteiligten nach, demzufolge die Ampeln Winkelsweg/Berghausener Straße parallel Grün gezeigt haben sollen. Eine Überprüfung vor Ort ergab, dass die Signalschaltungen einwandfrei funktionieren und kein paralleles Grün erscheint. Allerdings wurde auch festgestellt, dass eine Vielzahl der Unfälle bei Dämmerung/Dunkelheit geschahen. Die Unfallkommission empfiehlt daher, die Ampelanlage baldmöglichst auf LED-Betrieb umzustellen. Der Landesbetrieb Straßen wird die Umrüstung prüfen.

Bahnstraße/Querstraße/Richrather Straße
Hier wurden im Jahr 2010 neun Unfälle mit fünf leichtverletzten Personen gezählt. Die Stadt Langenfeld berichtet der Unfallkommission, dass an dieser Kreuzung die Einrichtung eines Minikreisels geplant sei, der an allen Armen mit Fußgängerüberwegen ausgestattet werde. Damit entfalle die jetzige Fußgängerbedarfsanlage. Die Ausschreibung der Arbeiten erfolgt noch im Dezember, der Baubeginn ist für März 2012 vorgesehen. Die Unfallkommission hat beschlossen, die Umsetzung dieser Maßnahme abzuwarten.

Knipprather Straße (L402)/A 59
2010 ereigneten sich neun Unfälle mit zwei schwerverletzten und neun leichtverletzten Personen. Die Stadt Langenfeld berichtet der Unfallkommission, dass gegenüber dem Landesbetrieb Straßen NRW bereits eine neue Ampelphase angeordnet worden sei. Daher beschließt die Unfallkommission, die Installation der neuen Phase abzuwarten.

Düsseldorfer Straße (B 8)/Knipprather Straße (L 402)/Wilhelmstraße
13 Unfälle mit zwei schwer verletzten und drei leicht verletzten Personen waren hier im Jahr 2010 zu verbuchen. Die Unfallkommission prüfte vor Ort, ob die häufigste Unfallbeziehung (Linksabbieger aus der Knipprather Straße mit Geradeausverkehr aus der Wilhelmstraße) mit der Ampelschaltung zusammenhängen könnte. Dies war jedoch nicht der Fall. Allerdings hat die Unfallkommission beschlossen, die Spurführungen für Linkseinbieger im Kreuzungsbereich neu zu markieren.

Theodor-Heuss-Straße (B 229)/Auf dem Sändchen
Es ereigneten sich sieben Unfälle mit zwei schwer und drei leicht verletzten Personen im Jahr 2010.
Die Unfallkommission sieht derzeit keine Lösungsansätze, zumal es sich hier um unterschiedliche Unfälle z. T. mit Rotlichtmissachtung handelte. Die Unfallhäufungsstelle wird aber weiter beobachtet.

Theodor-Heuss-Straße (B 229)/Solinger Straße/Richrather Straße
Es ereigneten sich im Jahr 2010 siebzehn Unfälle mit zwei schwer und drei leicht verletzten Personen. Da es sich um eine Kreuzung mit hoher Verkehrsbelastung (ca. 20.000 Kfz in 24 Stunden) und einem über die Kreuzung verteilten Unfallbild handelt, sieht die Unfallkommission zur Zeit keine Handlungsmöglichkeiten. Die Unfallhäufungsstelle wird aber weiter beobachtet.


Mettmann:

Südring (B 7)/Gruitener Weg (L 423)/Potherbruch
Im Jahr 2010 ereigneten sich an der genannten Kreuzung sieben Unfälle. Wie bereits im letzten Jahr beschlossen, soll die Schaltung der Ampelanlage geändert werden. Der hier zuständige Straßenbaulastträger – Landesbetrieb Straßen NRW – hat für Februar/März 2012 neben der neuen Ampelschaltung auch die Umrüstung auf LED-Technik vorgesehen. Zudem soll die Mittelinsel auf dem Südring (nord-westlicher Bereich der Kreuzung) verschmälert werden, um die Sichtbeziehungen zwischen dem Geradeausverkehr und den Linksabbiegern zu verbessern. Deckenunebenheiten und Fahrbahnmarkierungen werden in diesem Zusammenhang ebenfalls behoben bzw. erneuert.

Düsseldorfer Straße (L 156)/Auf dem Hüls
Dreizehn Unfälle wurden im Jahr 2010 gemeldet. Dabei handelt es sich fast ausschließlich um Auffahrunfälle, die sowohl durch hohe Verkehrsbelastung als auch durch Unachtsamkeit der Verkehrsteilnehmer entstanden. Auffällig war dabei für die Unfallkommission, dass sich die Unfälle in Höhe der vor der Garagenzufahrt aufmarkierten Haltlinie an der Ampel über die Düsseldorfer Straße in Fahrtrichtung West konzentrieren. Es ist nicht auszuschließen, dass nachfolgende Fahrzeuge nicht mit dem Anhalten des Vorfahrers an der ca. 10 Meter vor der Ampel aufmarkierten Haltlinie rechnen und sich daraus Auffahrunfälle entwickeln.
Dementsprechend soll das Zusatzzeichen "Bei Rot hier halten", die Autofahrer auf die vorgezogene Haltlinie aufmerksam machen.

L 239/Kantstraße
Insgesamt sechs Unfälle waren in 2010 zu verzeichnen, davon zwei Unfälle mit Radfahrern, die die Kantstraße auf dem Zweirichtungsradweg aus Richtung Ratingen kommend überquerten. Die Unfallkommission hat beschlossen, die Fußgänger-/Radfahrerfurt über die Kantstraße in der Führung zu verändern. Zudem wird die Haltlinie über die Abbiegespuren aus der Kantstraße heraus um ca. einen Meter zurückversetzt. Die weiteren Markierungen sind aufzufrischen. In die Radfahrerfurt wird mittig das Piktogramm „Radfahrer“ mit Pfeilen für beide Richtungen aufmarkiert. Zudem soll der aus Fahrtrichtung Ratingen kommende Radfahrer durch Beschilderung einen Hinweis erhalten, dass er mit einbiegenden Kfz zu rechnen hat.

B 7/Elberfelder Straße "Herresbachkurve"
Fünf Unfälle mit einem Schwerverletzten und drei leicht verletzten Personen ereigneten sich in 2010 im dortigen Kurvenbereich. Insbesondere Kräder waren bei Feuchtigkeit beteiligt. Die Unfallkommission hat beschlossen, in Fahrtrichtung Wuppertal vor der Unfallstelle das Verkehrszeichen 50 km/h in Kombination mit dem Zeichen Doppelkurve zu wiederholen. Der Landesbetrieb Straßen wird die Fahrbahnbegrenzungslinien im Kurvenbereich reinigen und zudem eine Griffigkeitsprüfung der dortigen Fahrbahndecke vornehmen.

B 7 Südring/K 37/Elberfelder Straße/Klein Drinhausen
Hier ereigneten sich insgesamt fünf Unfälle mit einer getöteten Person, zwei Schwerverletzten und einer leicht verletzten Person, vornehmlich zwischen geradeaus auf der B 7 fahrenden Kraftfahrzeugen aus Fahrtrichtung Wuppertal und nach links auf die B 7 einbiegenden Kfz aus Fahrtrichtung Mettmann. Die Unfallkommission hat beschlossen, die Signalgeber aus Fahrtrichtung Wuppertal durch größere zu ersetzen, da alle Signalgeber bei Gegenlicht schlechter erkennbar sind. Zudem wird in gleicher Fahrtrichtung zukünftig durch das Verkehrszeichen „Lichtzeichenanlage“ im Vorfeld auf die Ampel hingewiesen. Das Verkehrszeichen „Halt, Vorfahrt gewähren“ aus der Zufahrt „Klein Drinhausen“ heraus ist zu erneuern und zusätzlich das Verkehrszeichen „Haltlinie“ aufzumarkieren.


Ratingen:

Am Roten Kreuz (K 2)/Am Rosenkothen/Jägerhofstraße (K 2)
Insgesamt acht Unfälle waren hier im Jahr 2010 zu verzeichnen. Die Stadt Ratingen hat mitgeteilt, dass an dieser Kreuzung in 2012 ein Kreisverkehr errichtet wird. Die Unfallkommission hat daraufhin beschlossen, diese Maßnahme abzuwarten.

Bahnstraße (L 422)/Freiligrathring/Wilhelmring (L 422)
Hier ereigneten sich in 2010 insgesamt 16 Unfälle. Diese verteilten sich über den gesamten Kreuzungsbereich. Auffällig waren einige Rotlichtmissachtungen. Die Begutachtung dieser Unfallhäufungsstelle ist allerdings derzeit wegen einer Baustelle mit Einbahnverkehr nicht möglich. Die Unfallkommission wird unmittelbar nach Abschluss der Bauarbeiten die Unfallhäufungsstelle begutachten.

Konrad-Adenauer-Platz (L 139)/Lintorfer Markt (L 239)/Speestraße
Es gab im Jahr 2010 insgesamt sieben Unfälle, die sich auf drei Kreuzungseinfahrten verteilten. Dabei handelte sich um unterschiedliche Unfalltypen, so dass die Unfallkommission derzeit keine Lösungsansätze sieht. Die Unfallhäufungsstelle wird weiter beobachtet.

Mettmanner Straße (L 239)/A 44 (Auffahrt Fahrtrichtung A 3)
An dieser Unfallhäufungsstelle ereigneten sich im Jahr 2010 sieben Unfälle, davon vier mit Kraftfahrzeugen, die aus dem Schwarzbachtal geradeaus auf die A 44 fuhren und dann mit den in das Schwarzbachtal linksabbiegenden Kraftfahrzeugen zusammenstießen. Um dem Geradeausverkehr aus dem Schwarzbachtal die Anhaltepflicht zu verdeutlichen, wird die Spurführung anders gestaltet bzw. markiert. Dabei soll u. a. der Rechtsabbieger in Richtung Ratingen durch die Aufmarkierung einer Dreiecksinsel deutlich vom Geradeausverkehr auf die A 44 getrennt werden, so dass eine gegenseitige Sichtbehinderung möglichst ausgeschlossen werden kann.


Velbert:

Nordstraße/Schwanenstraße
Hier wurden im Jahr 2010 sechs Unfälle mit zwei leicht verletzten Personen gemeldet. Zu bemängeln sind insbesondere die Sichtverhältnisse aus der Nordstraße in Richtung des südlichen Abschnittes der Schwanenstraße bemängelt. Parken auf dem südlichen Abschnitt der Schwanenstraße Lastkraftwagen in Kreuzungsnähe, ist die Sicht aus der Nordstraße heraus absolut unzureichend.
Zur Verbesserung der Sichtverhältnisse beschließt die Unfallkommission, das Parken auf dem südlichen Abschnitt der Schwanenstraße nur noch für Pkw zuzulassen.

Hauptstraße (L 106)/Plückersmühle
Hier gab es in 2010 fünf Unfälle, alle ereigneten sich zwischen dem Linksabbieger aus Langenberg heraus und dem Geradeausverkehr in Richtung Plückersmühle. Da von zu hohen Fahrgeschwindigkeiten im Kreuzungsbereich auszugehen ist, hat die Unfallkommission beschlossen, auf der Hauptstraße in Fahrtrichtung Langenberg die zulässige Höchstgeschwindigkeit von 50 km/h vorzuziehen. Zusätzlich wird das Zeichen „Unfallgefahr“ angeordnet. Der Kreis Mettmann wird die Einrichtung einer Messstelle zur mobilen Geschwindigkeitsüberwachung prüfen.

Herausgeber:
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Mail: Presse@kreis-mettmann.de

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