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erstellt am: 12.08.2010

 

Lebensmittelüberwachung im Kreis Mettmann    
Kontrollen zum Schutz des Verbrauchers  


KREIS METTMANN. „Hier ist alles in Ordnung“, kommentiert Dirk Kuhlmann den Blick in die Eismaschinen. Für den Lebensmittelkontrolleur des Kreises Mettmann stehen heute die Überprüfung eines Eiscafés und einer Kindergartenküche auf dem Programm. Zehn Kontrolleure und ein Lebensmittelkontrollassistent nehmen im Kreisgebiet jährlich etwa 3.000 Proben in Bäckereien, Hotels, Gaststätten, Metzgereien, Kantinen, im Lebensmittelhandel sowie bei industriellen und handwerklichen Herstellern.
Mit Kittel, Kühltasche, sterilen Probebeuteln und den nötigen Formularen ausgestattet werden die entsprechenden Betriebe aufgesucht. „Bei den Kontrollen gehen wir nach dem Weg des Produktes vor, das heißt vom Wareneingang bis zum Verkauf.“ Schritt für Schritt wird geprüft, wie die Ware gelagert wird, ob Wände, Decke und Fußboden leicht zu reinigen und sauber sind und die notwendigen hygienischen Maßnahmen getroffen wurden. „Papierhandtücher, warmes Wasser und ein Insektenschutz vor Fenstern, die geöffnet werden, sind Pflicht“, erklärt der Lebensmittelkontrolleur. Darüber hinaus müssen die Betreiber die Temperaturen von Kühlvorrichtungen und zubereiteten Speisen kontrollieren, Zusatzstoffe auf Speiseplänen angeben, die Mitarbeiter entsprechend schulen sowie Wareneingangs- und Reinigungsprotokolle führen. Während der Überprüfung von Schränken und Topfinhalten gibt Kuhlmann den Betreibern Hinweise, was verbessert werden könnte: „Die eine oder andere Verbesserung kann auch dem Betreiber helfen, sich vor Beschwerden zu schützen.“
Nach der Prüfung der Räumlichkeiten wird eine Lebensmittelprobe genommen. Heute sollen Fruchtsoße und das Kindergartenmittagessen untersucht werden. Die jeweils im Probenplan für jede Komponente vorgeschriebene Menge wird abgefüllt und die Probenentnahme protokolliert. „Außerdem müssen wir meistens noch eine Gegenprobe nehmen“, so der Kontrolleur.
Um die Intervalle der Kontrollen festzulegen, wird eine sogenannte Risikobewertung durchgeführt. Jeder Betrieb wird nach bestimmten Kriterien wie beispielsweise bauliche Beschaffenheit, Produktrisiko und Eigenkontrollen beurteilt. Aus der anschließenden Punktebewertung kann dann die jeweilige Kontrollfrequenz festgelegt werden.
Je nach Zustand der Betriebe müssen die Kontrolleure das Intervall erhöhen. „Wenn es ganz schlimm kommt, muss man auch schon mal die Produktion untersagen. Nach Beseitigung der Mängel erfolgt dann eine gebührenpflichtige Nachkontrolle. Möglicherweise müssen die Kontrollabstände etwas verkürzt werden. Sobald alles vorschriftsmäßig ist, kann man die Abstände dann wieder vergrößern“, erklärt Kuhlmann die Regelungen. „Es ist natürlich auch ein Erfolg für uns, wenn man einen Betrieb durch die veranlassten Maßnahmen verbessern kann.“ Nachdem alle Proben des Tages genommen sind, beginnt die Arbeit für die Mitarbeiter in der chemischen Untersuchungseinrichtung. In Kooperation mit den Städten Düsseldorf und Mönchengladbach sowie den Kreisen Viersen, Kleve und dem Rhein-Kreis-Neuss werden die Proben untersucht.
„70 Prozent der Proben sind Planproben, das heißt, gesetzlich vorgeschriebene Proben. Der restliche Anteil besteht im Rahmen unserer Kontrolltätigkeit aus frei gewählten Proben“, erläutert Kuhlmann. „Wir prüfen dann beispielsweise neue Produkte oder Rückrufe, gehen Beschwerden aus der Bevölkerung nach oder schauen, ob der Verbraucher durch Werbung oder Verpackung von Produkten getäuscht werden könnte.“ Neben Lebensmitteln werden durch die Kontrolleure auch Kosmetika, Kleidung, Schmuck, Spielwaren und Bedarfsgegenstände, die mit Lebensmitteln in Berührung kommen wie Getränkeflaschen oder Spülmittel überprüft.
Doch nicht nur die Untersuchung von Proben sondern auch die Ahndung von Verstößen gehört zu den Tätigkeiten der Überwachung. So werden wenn nötig Verwarnungs- und Bußgelder erhoben oder in schweren Fällen Strafanzeigen erstattet.

Temperaturkontrolle durch die Lebensmittelüberwachung

 

 

Herausgeber:
Pressestelle des Kreises Mettmann

Mail: Presse@kreis-mettmann.de

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Autor: R_Anne Grassberger 
 

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