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Deutscher Höhlenforscher über den Film "Die Höhle der vergessenen Träume"  
"Eine wertvolle Reise in die atemberaubende Welt der Grotte Chauvet"  

NEANDERTAL. Vor einer Woche ist der neue Film von Werner Herzog "Die Höhle der vergessenen Träume" in den Kinos angelaufen. Andreas Pastoors ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Neanderthal Museum in Mettmann und hat sich den Film angesehen. Pastoors ist der einzige deutsche Archäologe, der sich in eigenen Forschungen in den Volp-Höhlen in den Pyrenäen der französischen Höhlenkunst widmet und – um sein Fazit gleich vorweg zu nehmen – der Herzog-Film hat seinem Kennerblick durchaus standgehalten.
"Herzogs Inszenierung hat mich positiv überrascht. Es wird erfrischend wenig über die Bedeutung von Höhlenbildern spekuliert; nur notwendige Informationen zum Kontext und den Arbeitsbedingungen werden gegeben", stellt der Höhlenforscher erfreut fest.
Dank der restriktiven Auflagen zum Schutz der Höhle und ihrer Wände durfte nur eine kleine Grundausstattung zum Dreh mitgenommen werden. Pastoors: "Das ist für den Film ein Glücksfall, denn nur so erlebt der Zuschauer den Höhlenbesuch, wie er tatsächlich ist: Nur kleine Ausschnitte sind zeitgleich ausgeleuchtet, der Rest verschwindet im Dunkeln. Licht und Schatten machen aus einer statischen Höhle eine Bühne mit unzähligen dynamischen Effekten. Das Motiv, die Grotte Chauvet, ist einfach atemberaubend. Und das wird durch den Film in 3-D in besonderer Weise transportiert."
Weniger glücklich ist Pastoors mit der Musik und den Geräuschen, die den Film begleiten: "Ich verstehe überhaupt nicht, warum Herzog dem Film damit eine so große Schwere gegeben hat. Kann eine solch tolle Höhle nicht vor allem Freude und Leichtigkeit geben?" Diese Freude vermisst der Archäologe auch bei seinen im Film agierenden Wissenschaftler-Kollegen: "Für sie scheint die Arbeit in der Höhle eher ein schwer zu ertragendes Schicksal zu sein. Sie wirken unlustig und deprimiert." Umso erfreuter registriert Pastoors die Ausnahmen: "Den Verantwortlichen der Arbeitsgruppe um die Grotte Chauvet Jean Clottes und Jean-Michel Geneste ist anzumerken, dass sie Spaß an der Sache haben und es als großes Privileg empfinden, sich mit der archäologischen Erforschung dieser Höhle zu beschäftigen. So geht es mir übrigens auch bei meiner eigenen Arbeit in den Höhlen des Volp (Tuc d'Audoubert, Les Trois-Frères und Enlène)."
Pastoors' Gesamturteil über den Film: "In Summe ist Herzog etwas Gutes gelungen; eine wertvolle, schnörkellose Dokumentation und Reise in die Welt der Grotte Chauvet."
Etwas Ähnliches hat bereits vier Jahrzehnte vor Herzog der Bühnenbildner Heinrich Wendel geschaffen. In einem einzigartigen Projekt fotografierte er in den 1970er Jahren die Welt der Höhlenbilder Frankreichs und Spaniens aus seiner künstlerischen Perspektive heraus. Auch mit diesem Projekt ist Pastoors bestens vertraut, denn die Sammlung Wendel mit fast 3.000 Fotos ist komplett im Besitz des Neanderthal Museums. "Wendel hat Fantastisches geleistet: Durch Fotostrecken näherte er sich den Bildern und gab ihnen so Raum – und das in rund 50 Höhlen", ist der Höhlenforscher begeistert.
Zwölf Motive aus der Sammlung Wendel hat das Neanderthal Museum übrigens in einem exklusiven Fotokalender für das Jahr 2012 zusammengestellt. Der großformatige Kalender (420x600 mm) ist im Museumsshop erhältlich. Unter www.neanderthal.de ist auch Online-Bestellung möglich.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e-Mail: museum@neanderthal.de; Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 9 Euro für die Dauerausstellung (inkl. Neanderthaler-Fundort), 7 Euro für die Sonderausstellung, Kombiticket 11 Euro. Ermäßigungen für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.
Partner der www.erlebnismuseen.de

 

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