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Dreijähriges Projekt erfolgreich abgeschlossen  
Berufskolleg Neandertal als "gesunde Schule" ausgezeichnet  

KREIS METTMANN. Gemeinsam eine gesunde Schule werden – daran arbeiten seit drei Jahren fast 100 Lehrer, über 2000 Schüler und weitere Mitarbeiter des Berufskollegs Neandertal des Kreises Mettmann. Als eine von 30 Projektschulen nahm die Schule seit Januar 2009 an der bundesweiten DAK-Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ teil und wurde dabei durch die Experten der Leuphana Universität Lüneburg betreut. Das Ziel der Initiative ist es, die Schule zu einer gesundheitsförderlichen Einrichtung zu entwickeln und damit einen Beitrag zur besseren Schüler- und Lehrergesundheit zu leisten. Jetzt erhielt das Berufskolleg Neandertal zum Abschluss eine Urkunde.
Besondere Arbeitsschwerpunkte der Schule sind die Förderung des Gesundheitsverhaltens von Lehrern und Schülern insbesondere hinsichtlich gesunder Ernährung und Bewegung, die Reduzierung von Stress und Zeitdruck im Schulalltag, die ansprechende Gestaltung der Schulgebäude und die Unterstützung ihrer Schüler bei der Ausbildung der sog. „Lebenskompetenzen“ im neuen Schulfach „Kompetenz-Coaching“.
Zur Bearbeitung dieser Themen gründete die Schule eigens für das DAK-Projekt Projektgruppen, in denen Lehrerinnen und Lehrer Konzepte entwickelten und umsetzten, um die Schulqualität und die Gesundheit an der Schule weiter zu fördern. Die Arbeit in diesen Projektgruppen fand außerhalb des Unterrichts statt und bedeutete ein zusätzliches Engagement der beteiligten Lehrpersonen.
Im Kern haben die Projektgruppen Folgendes erreicht: 
- Eine Veränderung der Pausenzeiten, die zu einer Reduzierung des Zeitdrucks und einer Erhöhung des Erholungswertes der Pausen führte.
- Eine Verbesserung der internen Arbeitsorganisation durch die digitale Zusammenstellung von schulinternen Informationen und die Gründung eines „virtuellen Lehrerzimmers“. Dies führte zu einer Arbeitserleichterung für das Lehrpersonal. 
- Die Erarbeitung eines Farbkonzepts für das Schulgebäude, das die Identifikation der Schülerinnen und Schüler mit der Schule bzw. ihren jeweiligen Bildungsgängen fördern und den „Wohlfühleffekt“ steigern soll. Dieses Farbkonzept wird in der nächsten Zeit sukzessive von den Schülern umgesetzt. 
- Die Erstellung von Unterrichtsmaterial zur Förderung eines gesunden Ernährungsverhaltens sowie die Erarbeitung von Vorschlägen für die zukünftige Mensa. 
- Die Planung eines neuen Unterrichtsfaches „Kompetenz-Coaching“ in zwei Bildungsgängen, das zu einer Verbesserung der Lebenskompetenzen der Schülerinnen und Schüler führen soll. Dafür wurden Ressourcen geschaffen, indem eine Lehrerin ihr Stundendeputat aufstocken konnte. Die Rückmeldungen nach den ersten Unterrichtsstunden im neuen Schuljahr sind positiv. 
- Die Erstellung von Sportangeboten für Lehrerinnen und Lehrer außerhalb der Unterrichtszeit.
Darüber hinaus boten in den vergangenen zwei Jahren zwei Gesundheitstage mit Workshops zu Entspannungsmethoden und Bewegungssportarten, emotionaler Kompetenz oder Glücksempfinden, Suchtprävention und Erlebnispädagogik den SchülerInnen und LehrerInnen Anregungen, das eigene Gesundheitsverhalten zu verbessern. Für einige Klassen gab es zudem eine Fortbildung über die Vermeidung von Mobbing.
Auch in Zukunft möchte die Schule weiter am Thema „Gesunde Schule“ arbeiten. Der in der Koordination solcher Angelegenheiten geschulte Steuerkreis möchte sich dieses Themas weiterhin annehmen. Auf der Themenliste stehen z.B. Lärmbelästigung und eine erhöhte Schülerbeteiligung an den schulischen Gesundheitsprojekten. Auch einige Projektgruppen werden ihre Arbeit fortsetzen.
Schulleiterin Brigitte Schneider stellt heraus: „Ohne das große Engagement der Kolleginnen und Kollegen sowie von Schülern wären diese Entwicklungen nicht möglich gewesen. Es freut mich zu sehen, wie wir als Schule daran arbeiten, stetig besser zu werden. Auch zukünftig soll das Thema Gesundheit eine wichtige Rolle spielen.“
Die Wissenschaftliche Mitarbeiterin Merle Strigl von der Leuphana Universität Lüneburg, die die Schule während des Projekts begleitete, erklärt: „Wir haben mit dem Projekt einen Anstoß gegeben, wie Veränderungen auf der gesamten Schulebene bewirkt werden können. Unser Ziel war es, die Schule zu befähigen, groß angelegte Projekte eigenständig zu gestalten, daher haben wir u.a. mit Fortbildungen dazu beigetragen, das entsprechende Wissen an der Schule zu verankern. Das Projekt insgesamt konnte aber nur so erfolgreich verlaufen, weil sich Lehrer und Schüler engagiert haben.“
Die DAK setzt sich mit ihrem bundesweiten Schulprojekt für ein ganzheitliches Verständnis von Gesundheitsförderung ein. „So konnten wir zum Beispiel den Schülern konkret helfen, wie sie z.B. mit dem Thema Mobbing besser umgehen können“, sagt Peter Hoffmann, Chef der DAK in Düsseldorf: „Ganz wichtig war uns auch, die Strukturen an der Schule weiter zu verbessern. Das ist der Schule durch die Arbeit an den internen Organisationsstrukturen hervorragend gelungen.“

Hintergrundinformation zur DAK-Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“
Die DAK-Initiative „Gemeinsam gesunde Schule entwickeln“ unterstützt insgesamt 30 Schulen bundesweit bei ihrer Entwicklung zu gesunden und leistungsstarken Organisationen. Die ersten zehn Schulen starteten im Januar 2008. Zwei weitere Jahrgänge folgten jeweils im Januar 2009 und 2010. Die teilnehmenden Schulen werden drei Jahre lang kontinuierlich begleitet und bei der Arbeit an selbst gewählten Themen der Gesundheitsförderung und Qualitätsentwicklung unterstützt. Diese Initiative wird von der DAK finanziert und wissenschaftlich von der Leuphana Universität Lüneburg durchgeführt.
Durch einen umfassenden und systematischen Prozess sollen Lern- und Entwicklungsprozesse initiiert und verstetigt werden. Gesundheits- und leistungsgefährdende Belastungen sollen reduziert und die individuellen und organisationalen Ressourcen bei allen Mitgliedern der Schulen gestärkt werden. Das Angebot umfasst die Prozessbegleitung, Expertenberatung zu gesundheitsrelevanten Themen und die Gestaltung von Fortbildungen. Für die Projektschulen ist die Teilnahme kostenfrei. Die Schulen müssen sich für die Teilnahme an der dreijährigen DAK-Initiative bewerben.
Weitere Informationen unter:
www.gemeinsam-gesunde-schule-entwickeln.de

Schulleiterin Brigitte Schneider, Peter Hoffmann (Chef der DAK Düsseldorf), Renate Behr (Projektleiterin „Gesunde Schule entwickeln“ am Berufskolleg) und Prof. Dr. Peter Paulus von der Leuphana Universität

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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