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In vielen Sprachen schweigen

Großer Zuspruch zum 12. Sprachsymposium
12. Sprachsymposium im Kreis Mettmann
120 Fachleute folgten der Einladung ins Kreishaus


KREIS METTMANN. Die Entwicklung der Sprache ist die komplexeste Leistung des menschlichen Gehirns. Bei fünf bis sieben Prozent aller Kinder sind allerdings spezifische Störungen festzustellen. Zum Einschulungszeitpunkt weist ein Drittel aller Kinder Rückstände und Auffälligkeiten in der Sprachentwicklung auf. Prävention und Intervention sind daher von höchster praktischer Bedeutung. Aus diesem Grund lud Barbara Städtler, Sprachheilbeauftragte des Kreises Mettmann, zum bereits 12. Mal zu einem Sprachsymposium ins Kreishaus in Mettmann. Fast 120 Kinder- und Jugendärzte, Sprachheilpädagogen, Sprachtherapeuten sowie Pädagogen aus Kindertagesstätten und Schulen folgten der Einladung unter dem Titel „In vielen Sprachen schweigen“, um sich über die Thematik des Spracherwerbs von mehrsprachigen Kindern und des Schweigens sprechfähiger Kinder zu informieren und auszutauschen.
Professor Eva Belke, Psycholinguistin und Sprachwissenschaftlerin der Ruhr-Universität Bochum, referierte zur Problematik mangelnder Deutschkenntnisse und damit verbundener Sprachhemmungen bei Mehrsprachigkeit. Außerdem stellte sie Fördermöglichkeiten zum Spracherwerb im Vorschulalter und zur Verhinderung späterer Lese-Rechtschreibstörungen sowie Beispiele für die praktische Anwendung der Sprachförderung vor.
Dr. Reiner Bahr, Leiter einer Förderschule mit dem Schwerpunkt Sprach- und Kommunikationsstörungen, ergänzte die umfangreichen Ausführungen und Beispiele mit einem Vortrag zum „Selektiven Mutismus bei Mehrsprachigkeit“. „Zuhause können diese Kinder Quasselstrippen sein, doch außerhalb des Elternhauses, im Kindergarten oder in der Schule reden die Kinder kein Wort“, erläutert Städtler das häufig bei mehrsprachig aufwachsenden Kindern auftretende Krankheitsbild.
Neben Erläuterungen zum selektiven Mutismus gab Bahr Anregungen zu Therapie- und Fördermöglichkeiten und wies auf die Notwendigkeit eines gut funktionierenden Netzwerkes zwischen Therapeuten und Lehrern hin.
Mehr Informationen zum Thema gibt es bei Barbara Städtler unter Tel. 02104/ 99-2110.

 

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