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Vortrag im Neanderthal Museum

Jäger-Sammler-Völker und frühe Ackerbauern


Die Blätterhöhle in Westfalen ist ein bemerkenswertes archäologisches Zeugnis der Koexistenz von Jäger-Sammler-Völkern und Ackerbauern.
gefördert durch:

NEANDERTAL.Späte Jäger-Sammler und frühe Ackerbauern aus paläogenetischer Sicht“ lautet der Titel eines Vortrages von Professor Joachim Burger am Dienstag, 2. Dezember, im Neanderthal Museum in Mettmann.
Vor etwa 7.500 Jahren wurde der Mensch in Mitteleuropa sesshaft und bewirtschaftete Bauernhöfe, hütete Vieh, erntete Getreide und buk Brot. Lange ging man davon aus, dass die lokalen, seit mindestens zwölftausend Jahren in der Region lebenden, Jäger- und Sammler sich zu Ackerbauern und Viehzüchtern entwickelt hätten. Für einige Regionen Europas mag dies auch richtig sein. Für Mitteleuropa zeichnen paläogenetische Untersuchungen jedoch ein völlig anderes Bild. In diesem Fall haben populationsgenetische Analysen der prähistorischen Skelette gezeigt, dass es sich bei Jäger-Sammler-Populationen und Ackerbauern in Mitteleuropa um zwei deutlich unterschiedliche Bevölkerungen handelt. Die Jäger-Sammler-Völker waren schon lange in Europa heimisch. Die Ackerbauern hingegen müssen – möglicherweise aus dem Südosten Europas oder aus Anatolien – eingewandert sein.
So kam es dazu, dass zwei Menschengruppen, die sich hinsichtlich Kultur, Aussehen und sicher auch Sprache unterschieden, parallel existierten und zweifelsohne auch Kontakt hatten. Diese Jahrtausende währenden Koexistenz blieb aber nicht ohne Konsequenzen, denn nach und nach vermischten sich die Jäger-Sammler-Populationen mit den Ackerbauern. Neueste genomische Studien zeigen zudem, dass auch Genfluss aus dem Norden Eurasiens den Genpool der heutigen Europäer prägt.
Professor Joachim Burger studierte Anthropologie, Biologie, Vor- und Frühgeschichte und Musikwissenschaften in Mainz und Glasgow und schloss sein Studium mit einer Arbeit zur DNA-Erhaltung in prähistorischen Skeletten in Göttingen ab. Nach seiner Promotion zur paläogenetischen Untersuchung historischer Werkstoffe baute Burger in Mainz eine paläogenetische Arbeitsgruppe auf. Diese beschäftigt sich vor allem mit der Populationsgenetik des Menschen und seiner Haustiere während der meso-neolithischen Transition.
Der einstündige Vortrag beginnt um 19.15 Uhr, der Eintritt ist frei.
Weitere Informationen zum Museum und zur aktuellen Sonderausstellung gibt es unter www.neanderthal.de.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e-Mail: museum@neanderthal.de Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 11 Euro (inkl. Sonderausstellung und Neanderthaler-Fundort). Ermäßigungen für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.
Partner der www.erlebnismuseen.de

Herausgeber:
Pressestelle des Kreises Mettmann
Telefon: 02104 / 99 1074
Telefax: 02104 / 73 855
Mail: presse@kreis-mettmann.de

 

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