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FLEISCH! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit

Bis 15. März im Neanderthal Museum


Pfeilspitzen

Bogenjäger

Aalstecher

Elchfalle

Fischspeere
gefördert durch:

NEANDERTAL. Wer sie noch nicht gesehen hat, sollte sich beeilen: Noch bis Sonntag, 15. März, ist im Neanderthal Museum in Mettmann die Sonderausstellung „FLEISCH! Jäger, Fischer, Fallensteller in der Steinzeit“ zu sehen.

In der gemeinsam mit den bekannten Experimentalarchäologen Harm Paulsen und Ulrich Stodiek konzipierten Ausstellung verdeutlichen Rekonstruktionen und Modelle den technischen Erfindungsreichtum der steinzeitlichen Jäger, Fischer und Fallensteller.
Fleisch gilt als Motor der Evolution. Unseren Vorfahren war es wichtiger Energielieferant für ein größer werdendes Gehirn. So war die Jagd über Jahrhunderttausende unverzichtbarer Bestandteil menschlichen Lebens. Die Nachbauten entstanden anhand von völkerkundlichen Vergleichen und Erkenntnissen aus der experimentellen Archäologie. Sie tragen durch ihre Anschaulichkeit zum Verständnis der Ausstellung bei, denn im archäologischen Befund ist meist nur wenig bis nichts an Waffen und Fallen erhalten. Alle in der Sonderausstellung ausgestellten Waffen und Geräte sind funktionsfähige und originalgetreue Nachbildungen europäischer Funde von der frühen Altsteinzeit vor etwa 300.000 Jahren bis in die späte Jungsteinzeit vor etwa 4.000 Jahren. Unsere frühesten Vorfahren in den afrikanischen Savannen ernährten sich von Blättern und Früchten. Dies änderte sich vor etwa 2,3 Millionen Jahren entscheidend: Die Urmenschen begannen, ihren Speiseplan um Fleisch zu bereichern. Zwar sind wir Menschen biologisch gesehen Allesfresser und Kohlenhydrate, Fette, Proteine, Vitamine und Mineralien finden sich in pflanzlicher und tierischer Kost gleichermaßen. Doch Fleisch und Fisch sind mit ihrem hohen Anteil an Nährstoffen optimale Energielieferanten - Treibstoff für das Gehirn, das 20 Prozent der körpereigenen Energie verbraucht. Mit dem größeren Gehirn wurden die Menschen schlauer und begannen, effektive Waffen und ausgefeilte Jagdtechniken zu erfinden. Und sie erfanden das Feuer. Ein großer Vorteil: Gegarte Nahrung ist bekömmlicher und ein effektiver Energielieferant. Eine komplexe Sprache ermöglichte die Weitergabe von Wissen und Technologie, die Entwicklung von Jagdstrategien und die Kommunikation während der Jagd.
Highlight der Ausstellung sind authentische Nachbildungen von archäologischen Sensationsfunden wie die ältesten Jagdwaffen, die Schöninger Speere oder die Lehringer Lanze, mit der Neanderthaler einen Waldelefanten getötet hatten. Viel später, nach der letzten Eiszeit, setzten sich Pfeil und Bogen als Jagdwaffen durch. Berühmtes und ältestes Mordopfer durch Pfeilschuss ist Ötzi. Die tödliche Pfeilspitze steckte noch in seinem linken Schulterblatt. Er selbst trug einen unfertigen Bogen und Pfeile mit sich. Anpassungsfähigkeit an verschiedenste Nahrungsquellen ist das Erfolgsrezept der Menschen. Und so ersannen bereits die Neanderthaler Möglichkeiten, die fischreichen Flüsse, Seen und Meeresküsten zu nutzen. Aus dieser Zeit sind keine Fischfanggeräte erhalten, aber Reste von Fischmahlzeiten an den Lagerplätzen. Die ältesten bekannten Harpunen und Querangeln stammen vom Ende der letzten Eiszeit und sind etwa 15.000 Jahre alt. Viel jünger, mindestens 5000 Jahre alt, sind Fischzäune, Reusen und Netze, die in Dänemark ausgegraben wurden.

Weitere Informationen zur Sonderausstellung und zum Begleitprogramm gibt es unter www.neanderthal.de.

Neanderthal Museum, Talstraße 300, 40822 Mettmann, Tel. 02104/97970; Internet: www.neanderthal.de; e-Mail: museum@neanderthal.de Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags, 10 bis 18 Uhr; Eintritt 11 Euro (inkl. Sonderausstellung und Neanderthaler-Fundort). Ermäßigungen für Gruppen, Familien, Kinder, Studenten, Behinderte.
Partner der www.erlebnismuseen.de

Herausgeber:
Pressestelle des Kreises Mettmann
Telefon: 02104 / 99 1074
Telefax: 02104 / 73 855
Mail: presse@kreis-mettmann.de

 

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