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Brexit

Auf dieser Seite informieren wir Sie über die Auswirkungen des Brexit im Bereich Aufenthaltsrechte und über die Folgen des Brexit für Einbürgerungsbewerber.
Brexit
Brexit
Urheber: Alexas Fotos - Pixabay

Die Europäische Union (EU) hat die Brexit-Frist erneut bis maximal zum 31.10.2019 verschoben. Das Vereinigte Königreich hat nunmehr bis zu diesem Termin Zeit, die EU mit einem Austrittsabkommen zu verlassen. Damit soll ein ungeregelter "no-deal-Brexit" vermieden werden.

Ein Austritt wird in beiden Fällen Folgen für die Aufenthaltsrechte der in Deutschland lebenden britischen Staatsangehörigen und ihrer Familienangehörigen haben.

Auch für Einbürgerungsbewerber werden – je nach Austritts-Szenario – besondere Regelungen gelten.

Zuständig für die jeweiligen gesetzlichen Regelungen ist der Bund.
Aktuelle Informationen finden Sie unten stehend unter den externen Links.

Die Auswirkungen des Brexit im Bereich Aufenthaltsrechte

Im Fall eines geregelten Austritts aus der EU bis zum 31.10.2019 werden in Deutschland lebende britische Staatsangehörige und deren Familienangehörige nach heutigem Kenntnisstand ab dem 01.01.2021 eine Aufenthaltserlaubnis benötigen.
Im Fall eines ungeregelten Austritts wird eine Aufenthaltserlaubnis voraussichtlich nach einer (zurzeit geplanten) Übergangszeit von drei Monaten notwendig. In diesem Übergangszeitraum sollen britische Staatsangehörige sich wie bisher in Deutschland aufhalten und arbeiten können. Es wurde zudem in Aussicht gestellt, dass der 3-Monats-Zeitraum um weitere sechs Monate verlängert werden könnte, da die Bearbeitung eines Antrags auf Aufenthaltserlaubnis einige Zeit in Anspruch nehmen kann.

Auch für den Zeitraum von der Antragstellung bis zur Aushändigung des elektronischen Aufenthaltstitels (eAT) gibt es eine Lösung. Das ist besonders für diejenigen britischen Staatsangehörigen erforderlich, die zum Beispiel aus beruflichen Gründen in den Schengen-Staaten reisen.

Wichtig zu wissen: Kein freizügigkeitsberechtigter britischer Staatsangehöriger muss im Fall eines ungeregelten Austritts aus Deutschland ausreisen. Es ist nicht erforderlich, vorsorglich einen Antrag auf Erteilung einer Aufenthaltserlaubnis zu stellen.

Es ist zurzeit davon auszugehen, dass es für die Anträge auf Ausstellung einer Aufenthaltserlaubnis besondere (vereinfachte) Regelungen für britische Staatsangehörige geben wird. Erst wenn sie im Detail bekannt sind, können wir Sie darüber informieren, welche Unterlagen für die Antragsbearbeitung erforderlich sein werden.

Über das für Sie wichtige weitere Verfahren werden wir Sie auf dieser Internetseite fortlaufend informieren. Unter den externen Links erhalten Sie zu wichtigen Fragen Antworten des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat.

Informationen für Einbürgerungsbewerber

Die Europäische Union (EU) hat die Brexit-Frist erneut bis maximal zum 31.10.2019 verschoben. Das Vereinigte Königreich hat nunmehr bis zu diesem Termin Zeit, die EU mit einem Austrittsabkommen zu verlassen. Damit soll ein ungeregelter "no-deal-Brexit" vermieden werden.

Ein Austritt ist jedoch auch vor dem 31.10.2019 möglich!

Das genaue Austrittsdatum und die Entscheidung, ob es sich um einen geregelten Brexit oder um einen ungeregelten Brexit, d.h. um einen „no-deal-Brexit“ handelt, ist für Einbürgerungsbewerber insofern von Bedeutung, als davon abhängt, bis zu welchem Datum ein Antrag auf Einbürgerung in den deutschen Staatsverband gestellt sein muss, damit die Einbürgerung unter Hinnahme von Mehrstaatigkeit erfolgen kann. In diesem Zusammenhang sei darauf hingewiesen, dass zum Austrittsdatum sämtliche Einbürgerungsvoraussetzungen nachweislich vorliegen müssen!

Wenn Sie Fragen haben, wenden Sie sich bitte an die nebenstehenden Ansprechpartner, bzw. nutzen die angegebenen Kontaktdaten.

 
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